Externe Presse
Bus- und Bahn-Begleitservice des VBB erfolgreich
Film zum Navibil jetzt im Internet
Unterstützte Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen mit Änderungen beschlossen
Rechte von Menschen mit Behinderungen
EHRENAMT-ATLAS
Spätabtreibungen
Auf dem Weg nach vorn
Positives Echo von Sachverständigen zur Unterstützten Beschäftigung
Arbeitslosenzahlen schwerbehinderte Menschen Oktober 2008
Weichen für ambulante Palliativversorgung
Verleihung des „IMEW-Preis 2008“
Bus & Bahn-Begleitservice offiziell vorgestellt
Nicht nur auf Wolke 9: Sex mit über 60 weit verbreitet
Pressemitteilung - Paralympics 2008
FLEXITY Berlin - Eine für alle
Elternprotest gegen Sparmaßnahmen
"Bobby 2008" der Bundesvereinigung Lebenshilfe (vom 25. September 2008)
Neugeborenen-Hörscreening (vom 25. September 2008)
Behinderte Menschen in der Selbständigkeit (vom 25. September 2008)
Die kleinen Augen von China - Tagesspiegel vom 16.09.2008
Denkmal der grauen Busse
Bus- und Bahn-Begleitservice des VBB erfolgreich
(Berlin, 2. Januar 2009) Der im Oktober 2008 gestartete Bus & Bahn-Begleitservice des VBB wird sehr gut angenommen. Über 600 Frauen und Männer im Alter zwischen 19 bis 93 Jahren wurden schon kostenlos begleitet. Aufgrund der großen Nachfrage und der guten Erfahrungen wird die Bedienzeit jetzt auf 9:00 bis 22:00 Uhr an allen Wochentagen ausgedehnt.
Menschen mit ganz unterschiedlichen Mobilitätseinschränkungen nutzen den Service für Wege, die sie sich alleine nicht zutrauen - zum Arzt oder zu Behörden, für Besuche und für Ausflüge, oder auch als mobilitätseingeschränkte Besucher Berlins.
Die Idee des zunächst bis Mitte 2010 angelegten Services ist, im Rahmen des Öffentlichen Beschäftigungssektors (ÖBS) Fahrtbegleiter zu schulen und einzusetzen, die die Kunden von der Wohnungstür bis zu ihrem Fahrtziel innerhalb Berlins, plus Flughafen Schönefeld, begleiten - und auch wieder zurück.
Das Angebot wendet sich an dauerhaft und zeitweise mobilitätseingeschränkte Menschen, ungeübte Nutzer des ÖPNV sowie Kunden mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck. Hauptnutzer sind bisher Menschen mit Gehbeeinträchtigungen, Nutzer/innen von Rollatoren bzw. Rollstühlen sowie Blinde oder sehbeeinträchtigte Menschen. Wichtig ist, dass die Kunden in der Lage sein müssen, ihren gebuchten Weg im Grunde auch selbst zu bewältigen. Der Begleitservice ist ein Angebot des VBB in Zusammenarbeit mit D&B Dienstleistung und Bildung Gemeinnützige GmbH.
VBB-Geschäftsführer Hans-Werner Franz: "Dass der Begleitservice so gut angenommen wird, zeigt, dass wir ein wirkliches Bedürfnis bedienen. Der Service erleichtert nicht nur die Benutzung von Bahnen und Bussen. Wir ermöglichen den Kunden mehr Teilnahme am sozialen Leben. Den Mitarbeitern können wir eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bieten."
Da das Interesse am Begleitservice ständig steigt und inzwischen 60 Mitarbeiter im Einsatz sind, kann die Einsatzzeit jetzt ausgedehnt werden: Die Begleitung ist nun an allen Tagen zwischen 9:00 und 22:00 Uhr möglich!
Interessierte Kunden melden ihren Fahrtwunsch spätestens einen Tag vor der gewünschten Fahrt telefonisch an. Das Servicebüro ist Montag bis Freitag von 9:00 bis 16:00 Uhr besetzt und nimmt Buchungen unter der Telefonnummer 0 30 / 25 414 414 gerne entgegen. Auf der VBB-Internetseite kann die Begleitung in Bus & Bahn inzwischen auch über ein Formular gebucht werden!
Bei der Anmeldung muss der Kunde den Namen und die genaue Adresse des Abholorts sowie die Zieladresse und die gewünschte Abhol- oder Ankunftszeit am Zielort angeben. Die Route wird durch den VBB barrierefrei geplant. Die Servicekräfte helfen auch bei der Bedienung des Fahrausweisautomaten, denn die Kunden benötigen einen regulären Fahrschein oder eine Fahrtberechtigung.
Finanziert wird die Maßnahme von der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, von den Jobcentern sowie aus Fördergeldern der Europäischen Union. Weitere Unterstützung erhält das Projekt durch die in Berliner tätigen Verkehrsunternehmen BVG und S-Bahn sowie durch DB Regio.
Internet: www.vbbonline.de
Film zum Navibil jetzt im Internet
Am Freitag, 11.12.2008 wurden die Gewinnerinnen für den Galileo Wissenspreis von Pro7 bekannt gegeben. Die 15jährigen Zwillinge Marie und Sophie Scholz haben den mit 25.000 Euro dotierten Preis mit dem von ihnen entwickelten Navibil zur besseren Navigation für RollstuhlnutzerInnen für Koblenz gewonnen. Nun wurde das Video über das Navibil und die beiden Preisträgerinnen ins Internet eingestellt.
Quelle: www.kobinet-nachrichten.de
Zum Film: www.prosieben.de
Unterstützte Beschäftigung für Menschen mit Behinderungen mit Änderungen beschlossen.
Von Büro Hubert Hüppe, MdB, vom 19.11.2008
Anlässlich der abschließenden Beratung des Gesetzentwurfs der Bundesregierung Gesetz zur Einführung Unterstützter Beschäftigung im Deutschen Bundestag erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe MdB:
Menschen mit Behinderungen werden voraussichtlich im kommenden Jahr mehr Teilhabechancen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Der Bundestag wird heute einen entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Unterstützten Beschäftigung mit Änderungen beschließen.
Der Gesetzentwurf wurde im Gesetzgebungsverfahren von Verbänden von Menschen mit Behinderungen, Leistungsanbietern und Leistungsträgern insgesamt positiv aufgenommen. Berechtigte Kritikpunkte hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion nicht unter den Tisch fallen lassen, sondern in einem Änderungsantrag zusammen mit dem Koalitionspartner aufgenommen.
Ergänzt wurde der Gesetzentwurf beispielsweise um eine gesetzliche Klarstellung hinsichtlich ausgelagerter Werkstattplätze. Die Klarstellung eröffnet auch solchen Menschen mit Behinderungen mehr Möglichkeiten auf eine Teilhabe in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes, die nicht zur Zielgruppe der Unterstützten Beschäftigung gehören. Die CDU/CSU- undestagsfraktion hat sich darüber hinaus dafür eingesetzt, Integrationsämtern mehr Mittel für die Förderung von Arbeitsplätzen zur Verfügung zu stellen.
Der Gesetzentwurf richtet sich insbesondere an Menschen mit Behinderungen, die sich vor der Aufnahme in eine Werkstatt für behinderte Menschen befinden. Hierzu zählen vor allem Abgänger von Förderschulen und Menschen, bei denen sich im Laufe des Erwerbslebens eine Behinderung einstellt, beispielsweise durch einen Unfall oder eine psychische Erkrankung. Die Unterstützte Beschäftigung ermöglicht einen praxis- und betriebsorientierten Einstieg in ein Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Die Teilnehmer der Unterstützten Beschäftigung werden im Unternehmen platziert, können dort die für sie passende Tätigkeit erproben und werden individuell von speziellen Diensten qualifiziert. An diese Phase von in der Regel zwei Jahren schließt sich eine weitere Unterstützung am Arbeitsplatz an, die meist von Integrationsämtern getragen wird.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion erwartet, dass mit dem Gesetzentwurf und den Änderungen mehr Menschen mit Behinderungen eine Chance auf dem allgemeinenen Arbeitsmarkt erhalten. Weitere Schritte für bessere Teilhabechancen von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt müssen folgen.
Rechte von Menschen mit Behinderungen
Ausschuss für Arbeit und Soziales
UN-Konvention "Rechte von Menschen mit Behinderungen".
Gesetzentwurf der Bundesregierung.
Entwurf eines Gesetzes zu dem Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sowie zu dem Fakultativprotokoll vom 13. Dezember 2006 zum Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen.
Internet: www.bundestag.de
EHRENAMT-ATLAS
Spiegel-Online vom 19.11.2008
EHRENAMT-ATLAS
Wo sich Deutschland engagiert
Von Sebastian Knauer
Wer hilft wie viel? Mit viel Aufwand ist zum ersten Mal untersucht worden, in welchen Regionen sich die Deutschen besonders stark in Ehrenämtern engagieren. Ausgesprochen aktiv sind die Menschen demnach in Osthessen, Lüneburg und Franken - ganz anders sieht es in der Hauptstadt aus.
Den Vollständigen Artikel können Sie hier nachlesen: www.spiegelonline.de
Spätabtreibungen
(Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 12.11.2008)
Berlin - Es falle ihm schwer, sagt Robert Antretter, "diese harschen Töne zu ertragen". Noch dazu aus seiner eigenen Partei - und wo es "um Leben und Tod geht, für die Betroffenen". Fünf Wahlperioden lang, von 1980 bis 1998, saß der Katholik für die SPD im Bundestag, seit fast 50 Jahren hat er das Parteibuch. Aber die Positionierung der SPD-Mehrheit zum Thema Spätabtreibungen, die Äußerungen von Justizministerin und Fraktionsexpertinnen, dass es hierzu keinerlei gesetzlichen Änderungsbedarf gebe, weil doch "alles gut und umfassend geregelt" sei - diese Haltung macht ihn zornig. Seit acht Jahren ist Antretter auch Vorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe für geistig Behinderte. Und "leider", so sagt er, "haben wir eine Wirklichkeit, der diese Beschwichtigungen nicht gerecht werden."
Die SPD-Fraktion sprach sich am Dienstag im Streit um Spätabtreibungen gegen jede Gesetzesänderung aus. Zuvor hatten zwar Politikerinnen wie Andrea Nahles oder Renate Schmidt ihre Sympathie gegenüber einem Unionsvorstoß kundgetan, der eine Beratungspflicht sowie eine verbindliche Drei-Tages-Frist zwischen Beratung und Schwangerschaftsabbruch vorsieht. Die Mehrheit in der SPD will aber nicht rütteln am Schwangerschaftskonfliktberatungsgesetz von 1995 - auch weil sie fürchtet, dass dann die ganze Debatte um den Paragrafen 218 von vorne beginnt. Der Antrag der Union wurde von der Fraktion mehrheitlich abgelehnt.
"Auch das Leben mit behinderten Kindern ist lebenswert"
Dabei, so sagt Antretter, wären die Unionsvorschläge "ein guter erster Schritt". Denn mit dem Gesetz, das eigentlich Abtreibungen allein wegen einer zu erwartenden Behinderung ausschließen sollte, habe man alles verschlimmert. Seither sind Abtreibungen aus diesem Grund zwar verboten. Straffrei und ohne Beratungspflicht sind Abbrüche jedoch, und dies theoretisch bis zum Entbindungstermin, wenn das Leben der Mutter in Gefahr ist. Darunter fällt auch die Einschätzung, dass die Mutter die Geburt eines behinderten Kindes seelisch nicht verkraftet.
Im vergangenen Jahr wurden laut Statistischem Bundesamt in 229 Fällen Schwangerschaften nach der 22. Woche abgebrochen. Das sind 0,2 Prozent aller 116.871 Abtreibungen. Die Zahl der Fälle, in denen es um behinderte Kinder ging, wird nicht dokumentiert. Es seien aber "ganz sicher viel zu viele", sagt Antretter. So sei davon auszugehen, dass bis zu 95 Prozent der Ungeborenen, denen ein Downsyndrom diagnostiziert wurde, abgetrieben werden. Dabei handle es sich, wie er aus vielen Familien wisse, "hier wahrlich um keine Behinderung, die das Lebensglück zerstört". Aber manche Frauen wüssten eben nicht, wie lebenswert auch das Leben mit behinderten Kindern sei. Dies gelte es bei Beratungen zu vermitteln.
Je mehr man ungeborenes Leben wegen einer Behinderung als lebensunwert brandmarke und zu Disposition stelle, umso gefährdeter seien auch Menschen, die mit einer, oft erst im Laufe des Lebens zugezogenen Behinderung leben müssten, warnt Antretter. "Je mehr man sich dem Bild des perfekten Menschen nähert, desto mehr wird der Unperfekte in der Gesellschaft geächtet."
Auf dem Weg nach vorn
Der Tagesspiegel vom 12.11.2008
Als Kirsten Bruhn sich aus ihrem Rollstuhl erhob, wurde es still im Publikum. Mit schwarzem Hut, schwarzer Kleidung und schwarzen Krücken bahnte sich die vierfache Paralympics-Medaillengewinnerin von Peking am Dienstagabend den Weg auf die Bühne. Als sie dort angekommen war und von Bundeskanzlerin Angela Merkel als „Behindertensportlerin des Jahres“ geehrt worden war, stellte Bruhn fest: „Diese Auszeichnung ist es wert, dass ich hier hochgeorgelt bin.“ Ihren großen Auftritt beim Festabend des Paralympischen Sports in Berlin wollte sich die querschnittgelähmte Schwimmerin nicht nehmen lassen. In einer Internetwahl hatte sie bei den Frauen die meisten Stimmen bekommen, bei den Männern wurde der armamputierte Radsportler Wolfgang Sacher ausgezeichnet. Zur besten Mannschaft wurden die deutschen Rollstuhl-Basketballerinnen gewählt, die in Peking die Silbermedaille gewannen.
Noch vor einigen Jahren galten die Paralympics als "Freakshow".
Zur „Nacht der Stars“ waren nicht nur Sportler, sondern auch viele Prominente gekommen – die Wahrnehmung des paralympischen Sports hat sich gewandelt. Noch vor wenigen Jahren wurden die Paralympics von vielen als „Freakshow“ belächelt. Doch seit Sportler wie der deutsche Leichtathlet Heinrich Popow das Image prägen und Sponsoren paralympische Sportler gewinnbringend in der Werbung einsetzen, besitzen die Spiele einen anderen Stellenwert. Längst gibt es Menschen, die Topleistungen von Athleten mit Amputationen, Prothesen oder ohne Sehvermögen sogar höher einschätzen als von Olympioniken, die nur gegen den Gegner kämpfen und nicht auch noch mit sich selbst. Hinzu kommt: Die meisten Paralympioniken sind keine Profis, sondern voll berufstätig – sie betreiben Leistungssport vor und nach Feierabend.
Oscar Pistorius möchte 2009 beim Istaf antreten.
Die alten Grenzen des Sports verschwinden nach und nach. Im Wettkampf ist der beinamputierte Michael Milton aus Australien beim Speedskiing nur wenige Kilometer pro Stunde langsamer als die zweibeinige Konkurrenz. Im Trainingsalltag geht die Speerwerferin Steffi Nerius zusammen mit dem kleinwüchsigen Kugelstoßer Mathias Mester auf den Platz, Prothesenläufer Heinrich Popow schwitzt mit Olympia-Sportlern. Und die beinamputierte südafrikanische Schwimmerin Natalie du Toit, wegen ihrer durchtrainierten Erscheinung auch „das Tier“ genannt, bewies in Peking bei den Olympischen Spielen, dass sie mit der Weltspitze mithalten kann. Ihr Landsmann Oscar Pistorius wird ebenso gefeiert, und Olympia-Sportjournalisten sind verzückt ob seines Laufstils auf den beiden Prothesenbeinen. Im kommenden Jahr will der Sprinter in Berlin beim Istaf und der Leichtathletik-Weltmeisterschaft antreten.
Barcelona, Sydney, Athen, Turin – das waren Stationen auf dem Weg für die einstigen „Versehrtenspiele“ an die Spitze des Sports. Die diesjährigen Spiele in Peking haben die Medien in Deutschland und im Ausland begleitet wie noch nie, im Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen wurde aus China zehnmal mehr berichtet als von den Paralympics vier Jahre zuvor in Athen. „Das sagt auch etwas über unsere Gesellschaft aus“, sagte Bundeskanzlerin Merkel am Dienstagabend. „Und darüber, wie wir mit Behinderten umgehen.“
Sir Philip Craven, der Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees, ging in seiner Rede sogar noch weiter: „Die Spiele in China haben die öffentliche Wahrnehmung des Behinderten-Leistungssports von einer Sekunde auf die andere verändert.“
Mit der Aufmerksamkeit steigen auch die Ansprüche. Angela Merkel betonte zwar, Medaillen seien nicht alles. Ein bisschen Ansporn wollte sie den Sportlern dann aber doch mit auf den Weg geben: „Wir sind jetzt verwöhnt – sie wissen hoffentlich schon, dass sie jetzt weiter Höchstleistungen bringen müssen.“
Positives Echo von Sachverständigen zur Unterstützten Beschäftigung
Pressemitteilung vom Mittwoch, 5. November 2008
Hubert Hüppe, MdB
Anlässlich der heutigen öffentlichen Anhörung im Ausschuss für Arbeit und
Soziales des Deutschen Bundestages zum Gesetzentwurf der Bundesregierung
Gesetz zur Einführung Unterstützter Beschäftigung erklärt der Beauftragte
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit
Behinderungen, Hubert Hüppe MdB:
Die zur Anhörung eingeladenen Sachverständigen bewerteten die zu
beschließende neue Maßnahme Unterstützte Beschäftigung durchweg positiv.
Die Unterstützte Beschäftigung wurde als gute Möglichkeit angesehen, mehr
Menschen mit Behinderungen eine Chance auf einen regulären Arbeitsplatz am
allgemeinen Arbeitsmarkt zu geben.
Die anwesenden Sachverständigen machten aber auch noch anstehenden
Handlungsbedarf deutlich. Ulrich Hellmann von der Bundesvereinigung
Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. und Johannes Magin
vom Deutschen Caritasverband e.V. verwiesen darauf, dass mit dem
Gesetzentwurf Unterstützte Beschäftigung die Reformbemühungen nicht
abgeschlossen sein dürften. Insbesondere müsse es für Werkstattberechtigte,
die nicht in die Zielgruppe der neuen Maßnahmen fallen, Alternativen zur
Beschäftigung in einer Werkstatt für behinderte Menschen geben. Als Beispiel
wurden dauerhaft ausgelagerte Werkstattplätze und andere Formen der
beruflichen Teilhabe in Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes, etwa das
Persönliche Budget, genannt. Jörg Bungart, Geschäftsführer der
Bundesarbeitsgemeinschaft für Unterstützte Beschäftigung, verdeutlichte die
maßgeblichen Qualitätsanforderungen an die neue Maßnahme. Insbesondere hänge der Erfolg der Maßnahme von einer intensiven Begleitung der Teilnehmer der Unterstützten Beschäftigung ab.
Es müssten hierfür ausreichende Finanzmittel von Seiten der Bundesagentur für Arbeit und der Integrationsämter zur Verfügung gestellt werden. Karl-Friedrich Ernst, Geschäftsführer der Bundesarbeitsgemeinschaft der Integrationsämter und Hauptfürsorgestellen, machte auf mögliche Finanzierungsschwierigkeiten bei der Unterstützten Beschäftigung aufmerksam. Es müssten den Integrationsämtern aus der Ausgleichsabgabe mehr Mittel zur Verfügung stehen, um neben der Berufsbegleitung im Rahmen der Unterstützten Beschäftigung die sonstigen Leistungen der Integrationsämter, wie Integrationsprojekte, noch im ausreichenden Umfang fördern zu können.
Das insgesamt positive Echo der Sachverständigen ist erfreulich.
Menschen mit Behinderungen werden nach dem noch anstehenden Beschluss der neuen Maßnahme mehr Teilhabechancen in Unternehmen des allgemeinen
Arbeitsmarktes haben. Die Kritikpunkte der Sachverständigen wird die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion in die weiteren Beratungen einbeziehen.
Arbeitslosenzahlen schwerbehinderte Menschen Oktober 2008
Pressemitteilung vom Mittwoch, 5. November 2008
Hubert Hüppe, MdB
Laut Bundesagentur für Arbeit betrug die Zahl aller Arbeitslosen im Oktober
2008 2.996.912. Darunter sind 150.894 schwerbehinderte Arbeitslose. Im
Vergleich zu September 2008 waren im Oktober 2008 insgesamt 83.987 oder 2,73
% weniger Menschen arbeitslos. Bei den schwerbehinderten Arbeitslosen sank
der Wert um 864 oder 0,57 %.
Gegenüber Oktober 2007 gab es insgesamt 937.058 oder 12,7 % Arbeitslose
weniger, bei schwerbehinderten Menschen sank die Zahl im gleichen Zeitraum
um 10.429 oder 6,5 %.
Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit finden Sie hier
unter Kategorien: Arbeitsmarkt, Aktuelle Daten Arbeitsmarkt in
Deutschland, Seite 4 der Exel-Tabelle.
Erfasst sind bei den schwerbehinderten Arbeitslosen nur diejenigen aus
dem sogenannten IT-Verfahren der Bundesagentur für Arbeit. Hierin sind
nicht die Werte der 69 kommunalen Träger (SGB II-Bereich) enthalten.
Weichen für ambulante Palliativversorgung
Pressemitteilung vom Dienstag, 28. Oktober 2008
Hubert Hüppe, MdB
Weichen für ambulante Palliativversorgung auch in Einrichtungen der
Behindertenhilfe gestellt Hubert Hüppe MdB gibt Anstoß für Gesetzesänderung.
Auf Initiative des Beauftragten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die
Belange der Menschen mit Behinderungen Hubert Hüppe MdB hat der
Gesundheitsausschuss des Bundesrates einen Antrag beschlossen, der eine
Änderung des § 37b SGB V, die sogenannte spezialisierte ambulante
Palliativversorgung (SAPV), vorsieht. Mit dem Änderungsantrag soll
sichergestellt werden, dass Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen der
Eingliederungshilfe und Kinder in Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
einen Anspruch auf Versorgung mit spezialisierter ambulanter
Palliativversorgung haben. Somit soll es auch für schwerstkranke und
sterbende Menschen mit Behinderungen möglich sein, in ihrer vertrauten
Umgebung palliativmedizinisch- und pflegerisch versorgt zu werden.
Bislang haben alle Versicherten mit einer nicht heilbaren, fortschreitenden
Erkrankung, die eine besonders aufwändige Versorgung benötigen, einen
Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Ebenso Anspruch
auf diese Leistungen haben Menschen, die in stationären Pflegeeinrichtungen
im Sinne des SGB XI leben. Die Versorgung mit spezialisierter ambulanter
Palliativversorgung in Eingliederungshilfe- bzw. Kinder- und
Jugendhilfeeinrichtungen ist im Gesetz explizit nicht erwähnt. Das hat zur
Folge, dass Krankenkassen die Kosten für diese Leistung nicht übernehmen.
Behinderte Menschen in Einrichtungen der Eingliederungshilfe sowie Kinder in entsprechenden Einrichtungen müssen ebenso wie Menschen in stationären Pflegeheimen einen Anspruch auf spezialisierte palliativmedizinische- und pflegerische Leistungen haben, so Hubert Hüppe.
Hüppe hofft, dass sowohl der Bundesrat als auch der Bundestag dem
Änderungsantrag zustimmen werden.
Inken Benthien
Büro Hubert Hüppe, MdB
Verleihung des „IMEW-Preis 2008“

- IMEW Preisverleihung 2008
Verleihung des „IMEW-Preis 2008“ an Prof. Dr. Volker Schönwiese
Pressemitteilung vom 15.10.2008
Das Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) zeichnete am 10. Oktober 2008 im „Haus der Lebenshilfe Berlin“ Herrn ao.Prof. Dr. Volker Schönwiese von der Universität Innsbruck für sein langjähriges Wirken im Bereich der Disability Studie und dem damit geleisteten Beitrag zur Gleichberechtigung von behinderten Menschen mit dem IMEW-Preis 2008 aus.
In seiner Begrüßungsansprache würdigte Herr Robert Antretter, Vorsitzender des IMEW-Kuratoriums und Vorsitzender der Bundesvereinigung Lebenshilfe e.V., die großzügige Förderung der Aktion Mensch, ohne die die Arbeit des Institutes nicht möglich wäre. Er stellte einen Bezug zwischen der Vision des Institutes und der Tätigkeit von Prof. Dr. Volker Schönwiese her: „das Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft arbeitet daran, dass die Perspektive von Menschen mit Behinderung von Anfang an berücksichtig wird – in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft. Projekte, die Prof. Dr. Schönwiese durchführt, sind ein Schritt in Richtung unserer Vision.“
In seiner Laudatio auf den IMEW-Preisträger hob Herr Dr. Christian Mürner aus dessen zahlreichen Projekten, dasjenige zum „Bildnis eines behinderten Mannes“ hervor. Das Gemälde aus dem 16. Jahrhundert, das im Kunsthistorischen Museum Schloss Ambras bei Innsbruck hängt, gilt als eines der ersten Portraits von Menschen mit Behinderung. Die ungeklärte Herkunft und Aussage des Bildes waren Anlass für ein interdisziplinäres Forschungsprojekt in dem Menschen mit Beeinträchtigungen mit Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen unter der Leitung von Prof. Volker Schönwiese zusammengearbeitet haben.
Veranstaltungshinweis des IMEW: am 21.10.2008, von 16-19 Uhr, findet im Rahmen des Friedrichshainer Kolloquiums in den Räumen des IMEW ein Vortrag zur Partizipatorischen Forschung am Beispiel des Projektes „Bildnis eines behinderten Mannes“ statt – weitere Hinweise hierzu auf www.imew.de
Den mit 2.000,-€ dotierten IMEW-Nachwuchspreis 2008 erhielt Frau Jun.-Prof. Dr. Helen Kohlen von der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar für Ihre Arbeit zur „Marginalisierung der Pflege bei klinischen Ethikkomitees“. Hierin werden die Möglichkeiten und Grenzen dieser Komitees ausgelotet. Für Laudator Prof. Dr. Hans-Walter Schmuhl war die Arbeit vor allem deswegen preiswürdig, weil zuvor klinische Ethikkomitees aus der Sicht der empirischen Forschung stets „black boxes“ waren.
Die Festrede zur Gründung des IMEW-Freundes- und Fördererkreises hielt der langjährige Präsident der Universität Witten/ Herdecke, Herr Dr. Konrad Schily, MdB. Er lobte die Arbeit des Instituts als für alle Bürgerinnen und Bürger bedeutend – nicht nur für Menschen mit Behinderung. Er stellte zudem den, für ihn wichtigen Nutzen der anthroposophischen Sichtweise für die Erweiterung des IMEW-Freudes- und Fördererkreises dar: „Die Seele des Menschen nicht im Herzen oder im Bauch, sondern im Portemonnaie“. Im Anschluss gründeten die Vorsitzenden der drei IMEW Gremien (Gesellschafterversammlung, Kuratorium und Wissenschaftlicher Beirat) und die Institutsleiterin den Freundes- und Förderkreis, dem bereits heute über 30 Einrichtungen, Firmen und Privatpersonen angehören.
Pressekontakt:
Stefan Schenck
Fundraiser des IMEW
Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft gemeinnützigeGmbH
Warschauer Straße 58A
D-10243 Berlin
Telefon: 0 30 / 293 817-77
E-Mail: schenck@imew.de
Bus & Bahn-Begleitservice offiziell vorgestellt
Berlin, 14.10.2008
Am 10.10.2008 haben die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales Heidi Knake-Werner und Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), gemeinsam den neuen Bus & Bahn-Begleitservice des VBB vorgestellt.
Menschen, die unsicher sind, ob und wie sie ihre Ziele in Berlin mit dem öffentlichen Nahverkehr alleine erreichen, können ab sofort ihre geplante Fahrt telefonisch anmelden und werden dann kostenlos durch geschulte Servicekräfte begleitet.
Berlin ist damit die erste deutsche Stadt, die einen Verkehrsunternehmens- übergreifenden Begleitservice anbietet. Wie im September berichtet bietet der VBB seinen Berliner Fahrgästen einen Begleitservice für Fahrten im öffentlichen Nahverkehr an. Das zunächst auf zwei Jahre angelegte Projekt eröffnet bisher Langzeitarbeitslosen nach einer entsprechenden Schulung im Rahmen des Öffentlichen Beschäftigungssektors (ÖBS), einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung als „Fahrtbegleiter“ nachzugehen. Diese begleiten die Kunden von der Wohnungstür bis zu ihrem Fahrtziel innerhalb Berlins inklusive Flughafen Schönefeld und auch wieder zurück.
Das Angebot wendet sich an dauerhaft und zeitweise körperlich eingeschränkte Personen, ungeübte Nutzer des ÖPNV sowie Kunden mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck. Wichtig ist, dass die Kunden grundsätzlich in der Lage sein müssen, ihren gebuchten Weg auch zu bewältigen. Der Bus & Bahn-Begleitservice ersetzt nicht den Berliner Sonderfahrdienst (ehemals Telebus) oder die Mobilitätsdienste in den Bezirken.
Ein weiteres Ziel des Projektes ist es Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Einige Kunden sollen nach begleiteten Fahrten so viel Sicherheit im Umgang mit dem öffentlichen Verkehr erlangen, dass sie zukünftig auch wieder Fahrten allein meistern können. Hans-Werner Franz, VBB-Geschäftsführer: „Es hat sich gezeigt, dass es eine große und weiter wachsende Personengruppe gibt, die grundsätzlich mit dem öffentlichen Verkehr mobil sein möchte, es sich aber nicht zutraut. Unser Service soll helfen, Hemmschwellen zu senken und diesen Kunden mehr Selbstvertrauen zu geben. Mittelfristig kann dadurch die Zahl der Bus- und Bahnkunden weiter gesteigert werden.
“Heidi Knake-Werner, Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales: "Ich begrüße es sehr, dass der VBB das Projekt Bus & Bahn - Begleitservice entwickelt und entsprechende Stellen innerhalb des Öffentlichen Beschäftigungssektors (ÖBS) für bislang arbeitslose Menschen eingerichtet hat. Die Begleiter ermöglichen denjenigen, die in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, Hemmschwellen und Unsicherheiten abzubauen und sich selbstbestimmt durch die Stadt zu bewegen. Viele Berlinerinnen und Berliner sowie Gäste der Hauptstadt werden davon profitieren. Jobs im öffentlichen Beschäftigungssektor sind von doppeltem Gewinn: Sie bringen eine sozialversicherungspflichtige und Existenz sichernde Arbeit für diejenigen, die lange Zeit arbeitslos waren und sie schaffen gesellschaftlich nützliche und sinnvolle Arbeit für das Gemeinwesen."
Interessierte Kunden melden ihren Fahrtwunsch spätestens einen Tag vor der gewünschten Fahrt telefonisch an. Es können Fahrten jeweils für den laufenden und den folgenden Monat gebucht werden. Das Servicebüro ist von Montag bis Freitag von 9:00 bis 16:00 Uhr besetzt und nimmt Buchungen unter der Telefonnummer (030) 25 41 44 14 entgegen. Die Begleitung selbst ist Montag bis Freitag zwischen 9:00 und 19:00 Uhr möglich. Bei der Anmeldung muss der Kunde den Namen und die genaue Adresse des abzuholenden Fahrgastes sowie die Zieladresse und die gewünschte Abhol- oder Ankunftszeit am Zielort angeben. Abgefragt werden außerdem eine Telefonnummer für eventuelle Nachfragen und Angaben über die Art der Einschränkung der Person, die begleitet werden möchte (z. B. Sehbehinderung).
Am Vorabend oder spätestens zwei Stunden vor der Begleitfahrt erfolgt ein Bestätigungsanruf mit der Information, welcher Mitarbeiter zur Begleitung kommt. Zum vereinbarten Termin steht der Begleiter des VBB dann vor der Wohnungstür bereit. Zu erkennen sind die Servicekräfte an einer entsprechend beschrifteten Kleidung. Die Route wird mit Hilfe der barrierefreien Fahrinfo durch den VBB geplant. Die Servicekräfte helfen auch bei der Bedienung des Fahrausweisautomaten: denn einen regulären Fahrschein oder eine Fahrtberechtigung müssen die Kunden natürlich besitzen.
Bisher sind 24 Mitarbeiter im Einsatz. Eine Ausweitung der Service- und Begleitzeiten ist schrittweise bis Ende 2008 geplant. Eine Bestellung über ein Internetformular ist ebenfalls in Vorbereitung. Das Konzept für den Begleitservice hat der VBB in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner D&B Dienstleistung und Bildung Gemeinnützige GmbH entwickelt. Dieser schließt die Arbeitsverträge ab und schult gemeinsam mit dem VBB die Mitarbeiter. Die bisher eingesetzten Mitarbeiter wurden über die JobCenter Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg und Pankow vermittelt.
Sie gehen in der Regel ein zunächst auf zwei Jahre befristetes, sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit dem Projektträger D&B Dienstleistung und Bildung gGmbH ein. Finanziert wird die Maßnahme von der Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, den Job Centern sowie aus Fördergeldernder Europäischen Union. Weitere Unterstützung erhält das Projekt durch die Berliner Verkehrsunternehmen BVG und S-Bahn sowie durch DB Regio. Weitere Informationen zum Bus & Bahn-Begleitservice des VBB unter:
www.vbbonline.de/begleitservice.
Nicht nur auf Wolke 9: Sex mit über 60 weit verbreitet
Nr. 269/2008
Osnabrück, 2008-10-09
»Nicht nur auf Wolke 9: Sex mit über 60 weit verbreitet«
Universität Osnabrück: Sozialwissenschaftler Prof. Otten stellt »Die 50+ Studie« vor – Bundesweit größte Online-Untersuchung dieser Generation.
Rund 80 Prozent der Männer und gut 60 Prozent der Frauen zwischen 50 und 70 Jahren haben regelmäßigen und durchaus variantenreichen Sex. 80 Prozent aller 50+Paare beurteilen ihre Beziehungen als gut bis sehr gut und ganze 90 Prozent von ihnen verbringen ihre Zeit am liebsten mit dem Partner. Die Forscher sprechen in diesem Zusammenhang vom Philemon & Baukis Syndrom (Liebe und Zweisamkeit bis ins hohe Alter) als neuem gesellschaftlichem Basis-Trend. Groß im Kommen sind dabei Erlebnis-Reisen, ausgedehnte Kinobesuche und fetzige Tanz-Partys mit und ohne Ü-50 Motto. Dies sind nur einige der spektakulären Ergebnisse der ersten, zwischen Februar und März 2008 von der »Forschungsgruppe 50+« der Universität Osnabrück mit Unterstützung von Karstadt/Quelle Versicherungen durchgeführten Studie.
Befragt wurden 3880 Menschen zwischen 50 und 70, die als so genanntes Panel den Auftakt einer ganzen Serie von Befragungen darstellen, durch welche diese Generation auch in den kommenden Jahren regelmäßig repräsentativ untersucht werden soll. Die Studie zeichnet das Lebensgefühl einer Generation, der »Wertewandelkoalition« und der »68er«, die sich weltoffen, verfassungspatriotisch und hochvital gibt und mit 113 Prozent des Durchschnittseinkommens wirtschaftlich gesehen die eigentliche Mittelschicht darstellt. Forschungsleiter Prof. Dr. Dieter Otten: »Die Wertewandelkoalition ist die prägende Schicht der Gesellschaft, denn sie stellt die Deuter und Lenker unseres Landes. Und auch wenn die Ältesten von ihnen 70 sind, so sind sie und verhalten sie sich – bis auf eine Minderheit – keineswegs alt im klassischen Sinne.«
Diese Generation umfasst bereits 22 Millionen Menschen und stellt mit 45 Prozent die größte Wählergruppe der nahen Zukunft dar. Aber anders als in der Vergangenheit steht diese Gruppe älterer Wähler nicht rechts von der Mitte, sondern links: 56 Prozent würden kommenden Sonntag Rot-Rot-Grün wählen (Stand: 15. März 2008), wenn Bundestagswahlen wären. Otten: »Da bis heute die älteren Wähler das zahlenmäßige Rückgrat der CDU-Wählerschaft und damit das konservative Mehrheitspotential darstellen, könnte die CDU in Zukunft eins der ersten Opfer des demographischen Wandels werden, wenn die über 75jährige CDU-Bastion allmählich ausscheidet.«
Ferner fanden die Forscher heraus, dass rund 60 Prozent auch nach dem 65. Lebensjahr gerne weiter arbeiten würden. Die Hälfte davon im angestammten Beruf; die andere Hälfte will etwas Neues anfangen. Und zwar so lange es geht. Der Alterslimes (Grenze zwischen nicht-alten und alten Menschen) verschiebt sich damit auf der nach oben offenen Altersskala immer weiter nach hinten. Denn diese Menschen sind fit: Etwa die Hälfte treibt regelmäßig Sport (Nordic Walking ist der Massentrend). Noch stärker ist ihre mentale Fitness: »Knapp 80 Prozent von ihnen fühlen sich heute selbstbewusster als je zuvor«, bestätigt der Osnabrücker Sozialwissenschaftler, der zusammen mit Nina Melsheimer und Wassja Weiß die Daten auswertete.
Auch revolutionäres Zukunftspotential steckt vermutlich in dieser Generation: 43 Prozent können sich ein Leben in einer Wohngemeinschaft vorstellen, 60 Prozent gar im Mehrgenerationenhaus. Bisher wird 80 Prozent der Pflege familiär bewältigt. Otten: »Das wird angesichts wachsender Single-Muster und weit verstreuter »Bohnenstangenfamilien« bei den zu erwartenden Zahlen keine Zukunft haben. Aber es scheint so, als ob diese Generation das Potential hat, revolutionäre Lösungen zu finden.«
Was sind die Gründe für diesen Wandel? Der Kern-Befund der Studie macht klar: »Wer heute Anfang 70 ist - Götz George zum Beispiel - ist einfach nicht alt, fühlt sich nicht alt und verhält sich nicht alt - die überwiegende Mehrheit zumindest«, so Otten. Der Wertewandel der 68er, der Jahrhunderttrend der Individualisierung hat längst Körper und Geist erreicht. Die 50-70jährigen, darunter auch immer mehr Männer, verhalten sich betont körperbewusst, sind gesundheitsorientiert und risikoverständig, kurz interventionistisch. Sie leben länger, sie bleiben länger jung und sind länger gesund.
Aber auch dies gilt: Die politische, soziale und kulturelle Prägung der 1960er Jahre lebt fort. Der Osnabrücker Sozialwissenschaftler: »Aus den ‚Kritikern der Elche’ wurden später nicht selber welche. In gesellschaftlicher Hinsicht – nicht politisch – hat die Kulturrevolution der 1960er Jahre so gut wie gewonnen. Und zwar weniger durch Pflastersteine und Proteste, sondern im Wesentlichen durch konservatives Festhalten an den Werten des Aufbruchs und durch die von dieser Generation selbst ausgelöste, epochensprengende ‚Geburtenverringerung’.«
Die Ergebnisse können in dem soeben erschienenen Sachbuch von Prof. Dieter Otten: »Die 50+ Studie« nachgelesen werden (Rowohlt Verlag 2008).
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Dieter Otten
Nina Melsheimer, M.A.; Wassja Weiß, M.A.
Fachbereich Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33
49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4042
Fax: +49 541 969 4600
E-Mail: team@die50plusstudie.de
Internet: www.die50plusstudie.de
Pressemitteilung - Paralympics 2008
Betreff: Pressemitteilung Paralympics 2008
Hubert Hüppe: Start der Paralympics 2008 in Peking
Anlässlich der paralympischen Sommerspiele vom 6. bis 17. September 2008 in
Peking, erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die
Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe MdB:
Das zweitgrößte internationale Sportereignis findet vom 6. bis 17.
September 2008 in Peking statt. Das Motto ist wie schon bei den Olympischen
Spielen One World one dream. Die große Eröffnungsfeier am 6. September ist
der Auftakt für das größte internationale Sportereignis für Menschen mit
körperlichen Behinderungen. 170 Athletinnen und Athleten starten bei den
Paralympics für Deutschland. Sie werden mit rund 4000 Sportlerinnen und
Sportler aus 150 Nationen auf Medaillenjagd gehen. Ingesamt gibt es seit
diesen paralympischen Sommerspielen 20 Disziplinen. Neu hinzu kommt in
diesem Jahr Rudern. Weitere Sportarten sind neben den Klassikern wie
Leichtathletik und Schwimmen, auch unbekanntere Sportarten wie der von
Menschen mit Sehbehinderungen gespielte Goalball.
Täglich berichten ARD und ZDF im Wechsel zur Hauptsendezeit von den
Ereignissen aus Peking. Auch der Sender Eurosport wird regelmäßig live
Bericht erstatten. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt es, dass die
deutschen Medien verstärkt von den paralympischen Wettkämpfen berichten.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wünscht allen Athletinnen und Athleten einen
sportlichen und fairen Wettkampf, und viel Erfolg bei den Paralympics 2008
in Peking.
Weitere Informationen zu den Paralympics 2008 in Peking sind auf folgenden
Internetseiten zu finden:
Deutscher Behindertensportverband e.V.
http://www.dbs-npc.de/DesktopDefault.aspx?tabid=302&tabindex=-1
ZDF
http://paralympics.zdf.de/ZDFsport/inhalt/18/0,5676,7242482,00.html?dr=1
ARD
http://peking.ard.de/peking2008/paralympics/index.html
FLEXITY Berlin - Eine für alle
„Die neue Berliner Straßenbahn wird den Ansprüchen an modernen, barrierefreien, servicebetonten und attraktiven ÖPNV in hervorragender Weise und zukunftsorientiert gerecht. Modern und dennoch zeitlos, im ausgewogenen Verhältnis zwischen Konvention und Innovation, eben ein Verkehrsmittel, das weitgehend die Bedürfnisse aller Nutzergruppen erfüllt und sich damit nahtlos in unser modernes und leistungsfähiges Nahverkehrsangebot unserer Stadt einfügt und es auf eine neue Art und Weise bereichert.", so die Berliner Bürgermeisterin Ingeborg Junge-Reyer.
Die ganze Pressemitteilung der BVG hier
Die PDF zum downloaden gibt es hier
Elternprotest gegen Sparmaßnahmen
Autistische Kinder sind darauf angewiesen, dass sie in der Schule von speziellen Helfern begleitet werden. Nur so ist ihnen eine Schulausbildung möglich und nur so haben sie in ihrem Leben eine Chance auf eine Ausbildung wie andere Kinder auch. Der Senat will mit seinen Sparmaßnahmen diese Möglichkeiten beschneiden, vielleicht sogar ganz einstellen.
Es entspricht nicht dem Sinne des Grundgesetzes, nach dem alle Menschen in der Bundesrepublik gleich sind, dass die Kinder, die es durch ihre Behinderung sowieso schon schwerer haben als andere, nun auch nicht mehr in den Genuss gleicher Bildungsmöglichkeiten kommen können.
Weitere Informationen zum Elternprotest auf folgender Webseite:
www.protest.elternzentrum-berlin.de
Wikipedia zu Autismus: http://de.wikipedia.org/wiki/Autismus
„Bobby 2008“ der Bundesvereinigung Lebenshilfe
Der „Bobby 2008“ der Bundesvereinigung Lebenshilfe geht an die ZDF-Sendereihe „Menschen - das Magazin“. Der Bobby 2008 ist ein Medienpreis der Bundesvereinigung Lebenshilfe, der „vorbildliches öffentliches Engagement für Menschen mit Behinderung“ würdigt. In der Pressemitteilung der Lebenshilfe heißt es hierzu: „Seit vielen Jahren schon…werden hier Menschen mit den unterschiedlichen Behinderungen als eindrucksvolle Persönlichkeiten dargestellt. Millionen Fernsehzuschauer lernen nicht nur bisher unbekannte Lebenswelten kennen, sie verlieren auch ihre Berührungsängste gegenüber behinderten Menschen“. Die Preisverleihung findet am 22. November durch den Lebenshilfe-Bundesvorsitzenden Robert Antretter statt. Die vollständige Pressemitteilung erhalten Sie hier:
Neugeborenen-Hörscreening
Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Einführung eines Neugeborenen-Hörscreenings vom 19. Juni 2008 wurde heute im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Beschluss tritt am 1. Januar 2009 in Kraft. Sie können den Beschluss hier finden:
Behinderte Menschen in der Selbständigkeit
In der Wochenzeitschrift „Die Zeit“ wurde am 18.09.2008 über behinderte Menschen in der Selbständtigkeit berichtet. Vorgestellt wird Jaqueline Arlt, erkrankt an einer Knochenstoffwechselkrankheit, die sich mit einem Online-Reisebüro selbständig gemacht hat. Unterstützt wurde Jaqueline Arlt von dem Berliner Projekt „Enterability“. Mehr zum Thema finden Sie
hier:
Die kleinen Augen von China
Als Bill Clinton kam, sagten die Funktionäre, sie müsse sich im Haus verstecken. Heute wollen sie mit ihr werben. Chun Li hat so dünne Knochen, dass sie schon als Kind verkrüppelte. Trotzdem lernte sie lesen und schreiben. Jetzt arbeitet sie in einem Hotel. In China, dem Land der Paralympics, ist sie eine Ausnahme. Noch…
Vollständiger Artikel hier.
Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 16.09.2008.
Denkmal der grauen Busse
Die grauen Busse - eine Nachbildung des Täterwerkzeugs - soll ein Denkzeichen setzen an dem Ort, an dem die Nationalsozialisten mit ihrer so genannten Euthanasie-Aktion Massenmorde mitten in Berlin geplant und organisiert hatten. Dieser Aktion fielen während des Zweiten Weltkriegs etwa 200.000 psychisch Kranke und Behinderte zum Opfer. Mehr als 70.000 Männer, Frauen und Kinder wurden 1940/41 in der Geheimaktion "T4" in sechs Vernichtungsanstalten mit Gas getötet. Nach dem offiziellen Abbruch 1941 wurde die "Aktion T4" insgeheim fortgeführt.
Der Standort, die damalige Tiergartenstraße 4 (daher die Abkürzung T4), ist heute eine Bushaltestelle hinter der Philharmonie. Deren Grundriss überlagert teilweise den der damaligen "T4"-Villa. Dort erinnert das "Denkmal der grauen Busse" an die Todestransporte der Patienten. Die überlieferte Frage eines von ihnen "Wohin bringt ihr uns?" steht dort eingeschrieben.
Am 18. Januar 2008 wurde das "Denkmal der grauen Busse" der Öffentlichkeit übergeben. Am Donnerstag, 10. Juli 2008 wurde um 12 Uhr auf dem Vorplatz der Berliner Philharmonie eine Informationstafel unweit der "T4"-Gedenkplatte aufgestellt.
Standort: Bushaltestelle hinter der Philharmonie (Karte)
Weitere Informationen: www.sigrid-falkenstein.de
Beachten Sie dort auch die Hinweise für Angehörige von Opfern der NS-"Euthanasie" und für wissenschaftliche Forschungsvorhaben unter dem Menüpunkt Patientenakten.
Zu den meisten Namen gibt es Krankenakten im Bundesarchiv in Berlin. Dort werden die 30 000 Patientenakten der ersten Phase der NS-"Euthanasie" (Aktion "T4") archiviert, die 1990 im ehemaligen "NS-Archiv" des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR gefunden wurden. Ca. 40 000 weitere Akten von den insgesamt 70 000 Menschen die bis August 1941 der "Aktion T4" zum Opfer fielen, gelten als vernichtet.
Die Patientenakten unterstehen besonderen Benutzungsbedingungen und können für wissenschaftliche Forschungsvorhaben sowie von den nächsten Angehörigen eingesehen werden.



