Mitteilungen / Öffentliches Interesse
Bus und Bahn-Begleitservice schränkt Angebot ein
Pressemitteilung zur Lage Älterer am Arbeitsmarkt
WOLKENHÄNDE - Tai Ji und Qigong für alle
Demenzkranke: SoVD fordert umfassendes Hilfskonzept
capito-Lehrgang Leicht Lesen in Berlin
150. Todestag von Louis Braille
Rehahilfsmittelkatalog
Praxisgebühr muss fallen
Und der „Gaston“ geht an … Das NOCTI VAGUS
Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung
"Innenstadt! - Barrierefrei?" - Preisverleihung 4. Innenstadtwettbewerb Brandenburg
So wird die Praxis seniorengerecht
ROLLINGPLANET - Das Portal für aktive Behinderte, Senioren und Freunde
Hörpol - eine ungewöhnliche Audioführung
Inklusive Leidenschaft
Flyer zum Persönlichen Budget in Leichter Sprache
Mängel bei der ärztlichen Versorgung der Patienten zielgerichtet beseitigen
BFH zum Kindergeld für ein behindertes Kind
Bundesrat muss unsoziale Arbeitsmarktreform stoppen
Studieren als Blinder
Broschüre in Leichter Sprache zum Umzug in eine neue Wohnung
SoVD warnt vor Spaltung des Arbeitsmarktes zu Lasten behinderter Menschen
EU unterstützt Pilotprojekt für bessere Nutzbarkeit von Fahrkarten- und Geldautomaten
Bin ich außergewöhnlich?
Gemeinsam können wir viel bewegen
Argumentationshilfe gegen die Abzweigung des Kindergeldes
ARD vergrößert künftig barrierefreies Angebot
Es muss nicht immer das günstigste Gerät sein
Plakatwettbewerb: Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit
Rentendialog muss wirksame Maßnahmen gegen Altersarmut liefern
Neueröffnung einer weiteren CAP-Markt-Filiale in Berlin Lichtenberg
Welt-Suizid-Präventionstag am 10. September 2011
Hartz IV-Benachteiligung behinderter Menschen beenden
Behinderte dürfen gratis im Bahn-Nahverkehr fahren
Modellversuch MOGIS
"Vorsicht, Operation!" - heftige Kritik
Kabinett streicht Förderung
Menschenrechtsinstitut fordert mehr Beratungsstellen...
Jakob Muth-Preis 2011/2012
"Vorsicht! Operation": Chirurgen wollen Zweitmeinung online anbieten
Seehofer prescht mit Vorschlag zur Pflegereform vor
Diskriminieren verboten – aber hat es genützt?
German Paralympic Media Award 2011
Baugruppe Moabit sucht Mitstreiter
Kostenlose Beratung zum Persönlichen Budget
Bus und Bahn-Begleitservice schränkt Angebot ein
Neue Servicezeiten seit dem 1. Februar 2012
Der Bus und Bahn-Begleitservice des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg schränkt sein Angebot ab sofort ein. Seit dem 1. Februar 2012 werden Begleitungen nur montags bis freitags von 7:00-18:00 Uhr durchgeführt. Grundsätzlich bleibt aber der kostenlose Service für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste im Öffentlichen Personennahverkehr als Angebot vorerst erhalten.
Die Begleitungen in den Abendstunden bis 22 Uhr und der Wochenendservice entfallen. Das Angebot wird eingeschränkt, weil fast die Hälfte der befristeten Arbeitsverträge beim Bus&Bahn-Begleitservice vertragsgemäß endet. Die Finanzierung der Arbeitsplätze durch die Förderungsmaßnahme des Öffentlichen Beschäftigungssektors läuft aus. Die verbleibenden knapp 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden das zusätzliche kostenlose Dienstleistungsangebot fortsetzen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bus&Bahn-Begleitservice unterstützen seit Oktober 2008 mobilitätseingeschränkte Fahrgäste dabei, mit den Berliner Bussen und Bahnen sicher an ihr Ziel zu kommen. In dieser Zeit wurden insgesamt rund 40.000 Begleitungen durchgeführt. Unzählige Kundinnen und Kunden haben mit Hilfe der geschulten Servicekräfte wieder mehr Selbstvertrauen in die eigenen Fähigkeiten erhalten und sind nun wieder öfter mit Bus und Bahn unterwegs. Das erfolgreiche Berliner Modell des Bus&Bahn-Begleitservice hat auch bundesweit große Beachtung erzielt. In der Folge gibt es nun ähnliche Angebote in Brandenburg a.d. Havel, Cottbus, Frankfurt a.M. und Hamburg.
Einsatzgebiet des Bus & Bahn-Begleitservice ist das gesamte Berliner Stadtgebiet (inklusive Flughafen Schönefeld) - von der Wohnungstür zum Ziel und natürlich wieder zurück. Der Begleitservice kann bis spätestens am Vortag der Begleitung per Telefon Montag bis Freitag zwischen 8 und 16 Uhr (030 - (030) 34 64 99 40) oder über die VBB-Homepage
www.VBBonline.de/begleitservice angefragt werden.
VBB-Pressestelle
Pressemitteilung zur Lage Älterer am Arbeitsmarkt
31.01.2012
Der BDH Bundesverband Rehabilitation weist in seiner Presseerklärung auf die nach wie vor bestehenden Probleme auf dem deutschen Arbeitsmarkt und die schlechten Job-Chancen für ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hin. Verknüpft mit einem steigenden Rentenalter ergeben sich dauerhafte sozialpolitische Probleme aus diesem Politikmix, den unser Sozialverband kritisiert.
Über eine halbe Million Menschen der Altersgruppe 55 bis 65 finden in Deutschland keine Beschäftigung. Nach Ansicht des Bundesgeschäftsführers des BDH Bundesverband Rehabilitation, Josef Bauer, führen die geringen Beschäftigungspotenziale älterer Menschen am Arbeitsmarkt zu einem Rentendesaster.
Wenn es darum geht, älteren Menschen oder Menschen mit Handicap eine Beschäftigung zu vermitteln, scheitert Deutschland auf ganzer Linie. Vorurteile und Kostendiskussionen erschweren Vielen den Eintritt in den Arbeitsmarkt und schaffen Barrieren, wo keine sein dürfen. Und dies, obwohl erfolgreiche Unternehmen auf die individuelle Kompetenz erfahrener Mitarbeiter nicht verzichten können. Neben jahrelang erworbenen, beruflich-spezifischen Kenntnissen baut gerade der Mittelstand auf die soziale Kompetenz älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und sollte die Gelegenheit nutzen, in die Weiterbildung älterer Arbeitnehmer zu investieren. Das Kapital der Wirtschaft liegt in den Belegschaften der Unternehmen. Es ist also sinnvoll, auch hier die Vielheit zu fördern.
Der BDH warnt angesichts der hohen Altersarbeitslosigkeit vor den Folgen des höheren Renteneintrittsalters. Viele, die keine Beschäftigung fänden, müssten sich so mit einer versteckten Rentenkürzung abfinden.
Viele Unternehmen wünschen sich die Eingliederung Älterer in den Arbeitsmarkt und sind auch bereit, in Qualifikationsmaßnahmen zu investieren. Das Ergebnis einer erfolgreichen Arbeitsmarktpolitik und der Integration Älterer oder von Menschen mit Handicap wäre eine richtungsweisende Kultur der Verantwortung. Wir müssen entscheiden, welchen Stellenwert wir dem Wohlstand älterer Menschen in Deutschland einräumen. Angesichts der geringen Beschäftigungschancen Älterer und behinderter Menschen und dem Boom prekärer Arbeitsverhältnisse mutiert die Rente mit 67 zu einem bedenklichen Rentenkürzungsprogramm, so Bauer.
BDH Bundesleitung
Eifelstr. 7, 53119 Bonn
WOLKENHÄNDE - Tai Ji und Qigong für alle
19.01.2012
Inklusiver Kurs an der VHS Pankow sucht Teilnehmer/innen
Dieser Kurs ist geeignet für alle Menschen, die einfache Grundübungen aus dem Schatz der chinesischen Bewegungskünste erlernen möchten. Es werden Dehnungs- und Lockerungsübungen als Vorbereitung gemacht. Danach erlernen Sie meditative Bewegungen aus dem Tai Ji und Qigong. Sanft werden der Körper gedehnt und gelockert, die Beweglichkeit und Koordination verbessert und die Atmung vertieft.
Durch die innere Vorstellung von Bewegungsbildern werden die Gedanken ruhig und Sie können sich entspannen. Für "Wolkenhände" zum Beispiel bewegen sich die Hände wie ziehende Wolken. Tai Ji und Qigong in der Gruppe zu Musik machen besonders viel Spaß, trotzdem kann jeder nach seinen eigenen Möglichkeiten üben.
Von Montag, 16.04.2012 bis Montag, 18.06.2012
Weitere Details zu dem Kurs inklusive Gebühren entnehmen Sie bitte den PDF Dateien:
PDF Kursdetails 1 (39,8KB)
PDF Kursdetails 2 (40KB)
Internetseite VHS Berlin: www.berlin.de/vhs/
Ansprechpartner:
Herr Andreas Noack
Telefon: 0 30 / 90295 1710
E-Mail: noack@vhspankow.de
Demenzkranke: SoVD fordert umfassendes Hilfskonzept
18.01.2012
Zu den Medienberichten über geplante zusätzliche Leistungen für Demenzkranke erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:
Der SoVD begrüßt die von der Bundesregierung angekündigten Zusatzleistungen für Demenzkranke. Gleichwohl müssen jetzt weitere Schritte erfolgen, denn ein großer Wurf ist mit dieser ersten Hilfe noch nicht gelungen. Die an Demenz erkrankten Menschen und ihre pflegenden Angehörigen benötigen umfassende Unterstützung, die den Betroffenen spürbar hilft.
Dazu gehört neben dem Ausbau der gesetzlichen Pflegeversicherung zu einer Pflege-Bürgerversicherung auch die Umsetzung des bereits seit 2009 vorliegenden Pflegebedürftigkeitsbegriffes. Zudem müssen die Möglichkeiten der Prävention und Rehabilitation in der Pflege umfassender und effizienter ausgeschöpft werden. Dann kann auch die Notsituation der Demenzkranken und ihrer Angehörigen spürbar verbessert werden.
V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs
capito-Lehrgang Leicht Lesen in Berlin
12.01.2012
Erlernen Sie das Texten und Layouten nach dem capito-Standard für einfache Sprache und barrierefreie Information!
Die Schulung berechtigt Sie, unternehmensinterne Produkte bei geprüfter Einhaltung des capito-Qualitätsstandards mit dem capito-Gütesiegel zu kennzeichnen.
Erste Präsenzwoche 7. bis 11. Mai 2012, unter anderem Grundlagen für Leicht Lesen: capito-Standard, Kriterienkataloge für die unterschiedlichen Zielgruppen und Bedürfnisse, Gesetze, Konventionen und gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen für barrierefreie Information.
Weitere Informationen, die Anmeldung und den Kostenbeitrag finden Sie unter:
http://www.diereha.de/lehrgang-leicht-lesen.html
150. Todestag von Louis Braille
Am 6. Januar 2012 jährt sich der 150. Todestag von Louis Braille, dem Erfinder der nach ihm benannten Blindenschrift. Louis Braille, der als Kind durch einen Unfall in der väterlichen Werkstatt erblindet ist, war sehr wissbegierig und begabt.
Das Lernen für Blinde war jedoch in der damaligen Zeit sehr mühsam. Gelesen wurde mit einer sogenannten Reliefschrift, bei der die normalen Buchstaben erhaben dargestellt wurden. Das Abtasten der Buchstaben war zeitaufwendig und fehlerbehaftet. Louis Braille entwickelte im Alter von 16 Jahren eine logische und von Blinden leicht zu ertastende Schrift auf der Basis von 6 Punkten, die in unterschiedlichen Kombinationen 64 Buchstaben und Zeichen darstellen können.
Im Jahr 1850 wurde die Brailleschrift offiziell an französischen Blindenschulen eingeführt. Zwei Jahre später, kurz nach seinem 43. Geburtstag, starb Louis Braille in Paris an Tuberkulose. Louis Braille hätte es sicher gefreut, dass sich seine Schrift in der ganzen Welt in vielen Sprachen durchgesetzt hat und heute Blinden sogar die Arbeit am Computer ermöglicht.
Unter www.absv.de kann man sich seinen Namen in Brailleschrift anzeigen lassen.
In diesem Jahr findet vom 1. bis 3. Juni im Berliner Tempodrom das Louis Braille Festival der Begegnung statt mit rund 2000 blinden und sehbehinderten Menschen, ihren Freunden und Familien. Zu erleben gibt es Bilder und Skulpturen blinder und sehbehinderter Künstler, vielfältige Bühnendarbietungen, Workshops sowie sportliche Höhepunkte wie Tandemfahren, Blindenfußball und Tischball, eine Art Blindentischtennis. Mehr Infos unter www.dbsv-festival.de.
Pressefoto: Lesen mit den Fingern. Quelle: DBSV/Lautenschläger
Rehahilfsmittelkatalog
Aufgrund der großen Resonanz, die ROLLINGPLANET, das neue Portal für behinderte Menschen und Senioren findet, startet früher als geplant der Rehahilfsmittelkatalog.
Sie können ab sofort kostenlos Ihr Produkt auf ROLLINGPLANET vorstellen.
Verwenden Sie dazu einfach dieses Formular:
http://rollingplanet.net/mitmachen/rehahilfsmittel-veroffentlichen/
Ihr Produkt wird auch auf der Seite http://rehahilfsmittelkatalog.de veröffentlicht, die für Frühjahr 2012 geplant ist.
Praxisgebühr muss fallen
12.12.2011
Zur aktuellen Diskussion über die Praxisgebühr erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:
Die Praxisgebühr benachteiligt insbesondere chronisch kranke, behinderte und ältere Menschen. Sie werden für eine Gebühr zur Kasse gebeten, die als Steuerungsinstrument zur Absenkung der Arztbesuche nachweisbar untauglich ist. Diesen einseitigen Belastungen der Versicherten erteilt der SoVD eine klare Absage.
Um zu mehr Solidarität in der Gesetzlichen Krankenversicherung zurückzukehren, muss die Praxisgebühr zu Gunsten eines gerechteren Finanzierungsmodells fallen. Durch eine höhere Beitragsbemessungsgrenze könnte die Finanzierungsbasis der GKV in einem ersten Schritt deutlich verbessert werden. Damit zudem der Wiedereinstieg in ein paritätisch finanziertes und bedarfsorientiertes Gesundheitssystem gelingt, ist die Einführung einer Bürgerversicherung erforderlich.
Und der „Gaston“ geht an … Das NOCTI VAGUS
Er gilt als eine der begehrtesten Auszeichnungen in der Gastronomie: Der Gastro Award. Seit dem Jahr 2000 werden die besten Restaurants usgezeichnet, unter der Schirmherrschaft von Horst Seehofer, Klaus Wowereit und vielen Anderen.
In diesem Jahr geht die beliebte Trophäe „Gaston“ für Activity an das erste Berliner Dunkelrestaurant NOCTI VAGUS.
Auch wenn die blinden Mitarbeiter des NOCTI VAGUS die vergoldete Trophäe niemals sehen können, so wird sie doch einen Ehrenplatz im Hause einnehmen.
Zur öffenltichen Preis-Verleihung bei der das gesamte Team anwesend sein wird, lädt das NOCTI VAGUS ein am 14.12. um 14:00.
Im Anschluss bietet sich die Möglichkeit das Dunkelrestaurant persönlich kennenzulernen.
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung gebeten unter der Telefonnumer: 030-74749121.
Anmeldung: 030/ 74 74 91 23 oder www.noctivagus.com
Wann: 14. Dez, 14:00 Uhr
Wo: Dunkelrestaurant & Dunkelbühne
NOCTI VAGUS
Saarbrücker Str. 36-38
10405 Berlin
Telefon: 0 30 / 74 74 91 23
Fax: 0 30 / 74 74 91 26
Internationaler Tag der Menschen mit Behinderung
Inklusionsvorgaben als Chance nutzen
Bonn, 03. Dezember 2011
Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderung richtet den Fokus auf die politische Dimension der Konventionspolitik. In Deutschland leben 8,6 Millionen Menschen mit anerkannter Behinderung. Für Ilse Müller, Bundesvorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, bietet die UN-Behindertenrechtskonvention eine große Chance, gesellschaftliche Akzente zu setzen:
Der 03. Dezember ist eine Gelegenheit, Bilanz zu ziehen und auf die großen Umsetzungsschwierigkeiten der Konventionsvorgaben hinzuweisen. Es ist nötiger denn je, den Finger in die Wunde zu legen, denn wir erleben in unserer täglichen Beratungsarbeit mit unseren Mitgliedern nach wie vor große Defizite bei der Umsetzung der Inklusionsvorgaben. Dies gilt im besonderen Maße für das Bildungswesen, das vor allem durch Barrieren in den Köpfen der Menschen geprägt ist.
Wer vermeiden will, dass die Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention auf lange Sicht zu einem politischen Schönwetter-Thema werden, sollte den Mut besitzen, Bildungsstätten zu integrativen Mustereinrichtungen umzugestalten und damit ein Zeichen zu setzen. Der Verweis auf krisenbedingt knappe Finanzierungs- und Handlungsspielräume ist nicht akzeptabel, sind doch die Missstände in der Konventionspolitik zu offensichtlich.
Nach wie vor besuchen beispielsweise deutschlandweit nur etwa 20 Prozent der Schüler mit Förderbedarf eine Regelschule, während die Konventionsvorgabe für ein inklusives Schulsystem eine Quote von 90 Prozent vorsieht. Wir erwarten von der Politik eine grundlegende Priorisierung der Inklusionsvorgaben, zum Wohle unserer Gesellschaft. Der Prozess erfolgreicher Inklusionspolitik beginnt mit der praktischen Umsetzung moderne Schulmodelle, die gemeinsames Lernen und Zusammenleben behinderter und nicht behinderter Menschen umsetzen.
Unsere Gesellschaft sollte die Chance nicht verstreichen lassen, die Werte wie Toleranz und Akzeptanz bieten. Wechselseitig voneinander lernen ? das ist ein Modell mit Zukunft. Wir alle sind aufgerufen, Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein selbstbestimmtes Leben Betroffener fördern, denn ein selbstbestimmtes Leben ist für uns ein unteilbares Menschenrecht.
"Innenstadt! - Barrierefrei?" - Preisverleihung 4. Innenstadtwettbewerb Brandenburg
Innovative Konzepte in Brandenburger Städten durch Mitgestaltung der Bürgerinnen und Bürger erleichtern vielen das Leben.
Am Montag, dem 7. November 2011, wurden im Brandenburger Infrastrukturministerium die Preisträger des 4. Innenstadtwettbewerbs ausgezeichnet. Gesucht waren Projekte, die ein barrierefreies Bewegen und Einkaufen in Innenstädten für mobilitätseingeschränkte Menschen, Ältere und Familien mit Kindern ermöglichen. Mit 22 Beiträgen hatten sich 18 Städte und einige Einzelakteure beworben. Es waren auch viele kleinere Städte dabei.
Alle Beiträge werden auf der Internetseite www.zukunft-innenstadt.brandenburg.de bis Ende des Jahres dokumentiert.
Mehr über die Sieger-Beiträge und Anerkennungen finden Sie im vollständigen Artikel auf dem Portal "Wohnen im Alter in Brandenburg".
Internet: www.wohnen-im-alter-in-brandenburg.de
So wird die Praxis seniorengerecht
14.11.2011
Ärztezeitung Online
Alte, multimorbide Patienten sind für jede Hausarztpraxis eine Herausforderung. Eine, die sich jedoch meistern lässt, wenn Abläufe und Praxis- einrichtung stimmen. Dabei lässt sich bereits mit mäßigem Aufwand viel bewegen.
BAD ORB. Die demografischen Prognosen kennt jeder: Die Bevölkerung und damit auch die Patienten, die in den Hausarztpraxen auflaufen, werden immer älter.
Doch was können Ärzte und ihre Teams tun, damit ihre Praxen auch senioren-gerecht sind - ohne für die jüngere Klientel zu altbacken zu wirken?
Auf der diesjährigen practica in Bad Orb erarbeitete Dr. Wolfgang Blank, Facharzt für Allgemeinmedizin in Kirchberg, in einem Workshop gemeinsam mit Hausärzten, was und wie es sich einfach in den Praxen umsetzen lässt.
Fehlt der Hauslift, gibt es Alternativen
Die ersten Hürden lauern meist schon vor der Praxis: Liegt die Praxis nicht ebenerdig, sondern im ersten oder zweiten Stock, vielleicht sogar im Altbau ohne Aufzug, kommen ältere Menschen mit Mobilitätsproblemen nicht so einfach in die Praxisräume.
Lesen Sie den vollständigen Artikel auf: www.aerztezeitung.de
ROLLINGPLANET
Das Portal für aktive Behinderte, Senioren und Freunde
ROLLINGPLANET ist ab Januar 2012 (derzeit: Beta-Phase) das neue Online-Magazin für aktive Behinderte, Senioren und Freunde. rollingplanet.net gibt Ihnen die besten Tipps für Ihre nächste Reise und Ihre Stadt (City Guides). Außerdem liefert das Portal Ihnen stets die neuesten News & Berichte.
Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage: rollingplanet.net
Hörpol - eine ungewöhnliche Audioführung
09.11.2011
„Wer Hörpol hört, kommt um gemeinsame Diskussionen nicht herum“, beschreibt Lala Süsskind, die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin die Wirkung von HÖRPOL. Seit über zwei Jahren führt diese ungewöhnliche Audioführung Jugendliche, Schulklassen (Klassenfahrten, Exkursionen) und Familien durch jüdische Geschichte, informiert über Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit.
Inge Deutschkron ist zu hören, Axel Prahl auch. Marietta Slomka informiert mit Nachdruck über nationalsozialistische Willkür. Rufus Beck erzählt das Märchen von den „Bessermenschen“. Martin Buchholz mimt einen starrsinnigen Blockwart. Schauspieler des GRIPS-Theaters sprechen Gedichte und Hörspielszenen. Dazwischen Zeitzeugenberichte, eine „Sportreportage“ mit Reportern der ARD. Musiker aus Berlin liefern ihre Musik zu den Hörstationen der Audioführung: mal Rock, mal Beatbox, mal Hip-Hop - in Deutsch und Hebräisch. Und immer wieder sind Schülerinnen und Schüler zu hören, kommentieren, regen zu Stellungnahmen an, geben Denkanstöße.
HÖRPOL ist im Internet unter hörpol.de frei zugänglich und kann kostenlos auf jeden MP3-Player und jedes MP3-taugliche Handy geladen werden. Ein Stadtplan, in dem die insgesamt 27 Hörstationen markiert sind, liegt zum Ausdruck bereit.
Weitere Informationen unter: www.hoerpol.de
Inklusive Leidenschaft
01.11.2011
„Schwul und halbseitig gelähmt“ oder „Bin ich die einzige Lesbe mit Behinderung in Berlin?“ so lauten die Überschriften in einer Broschüre, die jetzt von der „Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung“ veröffentlicht wurde.
Darin geht es um Lebenssituationen von Lesben, Schwulen und transgeschlechtlichen Menschen mit Behinderungen. Der Titel „Inklusive Leidenschaft“ weist darauf hin, dass Menschen mit Behinderungen ein Recht darauf haben, nicht von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden.
Dazu gehört auch der Anspruch, Sexualität selbstbestimmt zu leben – sei es in heterosexuellen oder homosexuellen Beziehungen. Die 164 Seiten starke Broschüre „Inklusive Leidenschaft“ aus der Reihe „Dokumente lesbisch-schwuler Emanzipation kann kostenfrei bestellt werden bei:
Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales,
Broschürenstelle
Oranienstraße 106
10969 Berlin
Oder per E-Mail: broschuerenstelle@senias.berlin.de
Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft?!
Tagung "UN-Behindertenrechtskonvention: Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft?!"
Verstärktes Engagement beim Kampf gegen Barrieren
Verstärktes Engagement beim Kampf gegen Barrieren hat die Bundesregierung am 25. Oktober auf der Tagung "UN-Behindertenrechtskonvention: Deutschland auf dem Weg zur barrierefreien Gesellschaft?!" in Berlin zugesagt. Veranstalter der Tagung im Kleist-Haus waren die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention/Deutsches Institut für Menschenrechte und das Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit. Sie forderten, Barrieren systematisch zu erfassen und abzubauen. 150 Teilnehmende waren gekommen, um sich an einem Dialoggespräch zum Thema "Barrierefreiheit im Licht der UN-Behindertenrechtskonvention" zu beteiligen, in drei Arbeitsgruppen "Wege zur Barrierefreiheit" zu diskutieren und die Podiumsdiskussion "Brauchen wir andere Gesetze, um Barrierefreiheit Wirklichkeit werden zu lassen?" zu verfolgen.
Mehr Informationen unter:
www.institut-fuer-menschenrechte.de
www.institut-fuer-menschenrechte.de/de/aktuell
Flyer zum Persönlichen Budget in Leichter Sprache
23.10.2011
Das Kompetenzzentrum Persönliches Budget des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes hat im Oktober 2011 einen Flyer zum Persönlichen Budget in Leichter Sprache veröffentlicht. Im Flyer wird erklärt, was das Persönliche Budget ist, wer Anspruch darauf hat und wo es Informationen dazu gibt.
Quelle: Aktion Mensch Newsletter
Mängel bei der ärztlichen Versorgung der Patienten zielgerichtet beseitigen
Anlässlich der Bundestagsanhörung zur Verbesserung der Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:
Die Bundesregierung muss jetzt nicht nur den Mund spitzen, sondern auch pfeifen. Um die Versorgungsstrukturen in der gesetzlichen Krankenversicherung spürbar zu verbessern, greift der Gesetzentwurf zu kurz. Insbesondere der notwendige Abbau lokaler Überversorgung zugunsten unterversorgter Regionen bleibt unberücksichtigt. Zudem fehlen Impulse für die Barrierefreiheit von Arztpraxen, die der Nationale Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention klar vorsieht. So kann sich auch die ärztliche Versorgung von Menschen mit Behinderungen nicht verbessern.
Damit die ärztliche Versorgung der Patientinnen und Patienten durchgreifend gestärkt wird, ist zunächst eine grundlegende Analyse der bundesweiten Versorgungsrealität erforderlich. Auf dieser Basis können zielgerichtet Maßnahmen entwickelt werden, zum Beispiel indem die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Ärztinnen und Ärzte in unterversorgten Gebieten stärker ermöglicht wird.
V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs
Quelle: Pressemitteilung des SoVD, Nr. 61 / 2011 19.10.2011
BFH zum Kindergeld für ein behindertes Kind
17.10.2011
Ein über 25 bzw. 27 Jahre altes Kind wird auch dann berücksichtigt, wenn die Unfähigkeit zum Selbstunterhalt erst nach Erreichen der Altersgrenze eingetreten ist.
Hintergrund
Zu entscheiden war, ob der Kindergeldanspruch für ein behindertes über 25 bzw. 27 Jahre alten Kind voraussetzt, dass nicht nur die Behinderung, sondern auch die durch die Behinderung bedingte Unfähigkeit, sich selbst zu unterhalten, vor Erreichen der Altersgrenze - im Streitzeitraum 2005: 27 Jahre; bei Behinderungseintritt nach 2006: 25 Jahre - eingetreten ist.
Die Mutter (M) beantragte im Jahr 2005 für ihren 1962 geborenen Sohn (S) Kindergeld. S ist behindert. Das Versorgungsamt stellte 1985 und 1989 (d.h. vor Vollendung des 27. Lebensjahrs) einen Grad der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE) von 50 % bzw. 60 % fest. Nach einer Begutachtung in 1996 (34 Jahre alt) war S mit Einschränkungen arbeitsfähig und vollschichtig einsetzbar. In 2000 (38-jährig) wurde sodann amtsärztlich festgestellt, S könne auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt keine Tätigkeiten ausüben. Das Finanzamt und ihm folgend das Finanzgericht lehnten die Zahlung von Kindergeld für S mit der Begründung ab, nicht nur die Behinderung, sondern auch die behinderungsbedingte Unfähigkeit des Kindes zum Selbstunterhalt müsse vor Vollendung des 25./27. Lebensjahres eingetreten sein.
Entscheidung
Der BFH entschied die Streitfrage zugunsten der Behinderten. Er schließt sich der von den Finanzgerichten und im Schrifttum überwiegend vertretenen Auffassung an, dass allein die Behinderung - nicht auch die behinderungsbedingte Unfähigkeit zum Selbstunterhalt - vor Erreichen der Altersgrenze eingetreten sein muss. Davon gehen im Übrigen auch die Anweisungen der Verwaltung aus. Ein behindertes Kind kann damit lebenslang berücksichtigt werden, auch wenn seine behinderungsbedingte Unfähigkeit zum Selbstunterhalt erst nach der Altergrenze eingetreten ist.
Der BFH beruft sich zum einen auf den Gesetzeswortlaut (§ 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 3 EStG). Daraus ergibt sich kein Anhaltspunkt dafür, dass andere Voraussetzungen als der Eintritt der Behinderung vor der Altersgrenze vorliegen müssten. Dafür spricht auch die Entstehungsgeschichte. Die frühere sozialrechtliche Rechtsprechung verlangte den Verlust der Selbstunterhaltsfähigkeit vor Erreichen der Altersgrenze. Wenn der Gesetzgeber - in Kenntnis dieser Rechtsprechung - die Regelung in § 32 Abs. 4 EStG ohne diese Voraussetzung formuliert hat, kann nicht angenommen werden, er habe sie gleichwohl aufgestellt. Ein dahin gehender Wille des Gesetzgebers hat jedenfalls im Gesetzeswortlaut keinen Niederschlag gefunden.
Die Sache wurde an das FG zurückverwiesen. Dieses muss noch feststellen, ob die bereits vor Erreichen der Altersgrenze eingetretenen Behinderung ursächlich dafür war, dass S in 2005 außerstande war, sich selbst zu unterhalten.
Dr. Ulrich Dürr
Quelle und zum Artikel: www.haufe.de
Bundesrat muss unsoziale Arbeitsmarktreform stoppen
14.10.2011
Zur heutigen Beratung der Arbeitsmarktreform im Bundesrat erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:
Der Gesetzentwurf muss heute im Bundesrat gestoppt werden, denn er führt zu einer massiven Verschlechterung der Eingliederungschancen für ältere und schwerbehinderte Menschen. Um die Beschäftigungschancen dieser auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Gruppe zu verbessern, müssten in Wahrheit sowohl die Beratung als auch die Vermittlung in den Arbeitsagenturen verstärkt werden.
Davon kann angesichts der durch die Reform anstehenden Kürzungsorgie jedoch keine Rede sein. Denn bis 2015 sollen jährlich rund zwei Milliarden Euro bei der Bundesagentur für Arbeit eingespart werden. Zudem drohen der Bundesagentur Mindereinnahmen von voraussichtlich mehr als zwölf Milliarden Euro, da der Bund seine Beteiligung an der Arbeitslosenversicherung in Form eines Mehrwertsteuerpunktes bis 2014 schrittweise halbiert. Angesichts dieser Sparvorgaben ist eine effizientere Arbeitsmarktpolitik nicht umsetzbar.
V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs
Studieren als Blinder
10.10.2011
Das Unausgesprochene aussprechen
Heiko Kunert studierte politische Wissenschaften an der Uni Hamburg - einer Massen-Uni, an der Studenierende mit einer Behinderung scheinbar untergehen.
Geballte Unsicherheit schlug mir entgegen, immer wenn ich mich mit einer Referatsgruppe bekannt machte. Meine Kommilitoninnen und Kommilitonen konnten sich nicht vorstellen, wie "der Blinde" mitarbeiten sollte. Er kann ja keine Texte lesen. Er kann ja keine Handouts gestalten. Er kann ja unsere E-Mails nicht lesen. Solche Dinge gingen ihnen - mehr oder minder bewusst - durch den Kopf. Doch kaum einer von ihnen traute sich, diese Gedanken zu formulieren.
Ich habe politische Wissenschaften an der Uni Hamburg studiert. In einer Massen-Uni wie dieser gehen die Studierenden mit Behinderung scheinbar unter. Sie fallen den Nichtbehinderten kaum auf. Vielleicht sieht man mal einen Menschen im Rollstuhl auf dem Campus, vielleicht sitzt mal mal in der Vorlesung zufällig neben einem blinden Kommilitonen. Ganz selten wurde ich dann mal angesprochen: "Wie machst Du Dir Notizen?" Hin und wieder wurde ich auch gefragt, wohin ich wollte, wenn ich mit meinem weißen Stock durch das Getümmel ging. Aber meist blieben die nichtbehinderten Studierenden zurückhaltend. Man wollte mich ja "ganz normal" behandeln.
Dass Fragen und Unsicherheiten aber da waren, spürte ich. Und so war ich es, der in den Referatsgruppen erklärte, dass ich einen sprechenden Computer mit Braillezeile hatte, dass ich Texte auflesen oder einscannen ließ, dass ich mir Notizen in Blindenschrift machte. Dann kamen noch mehr Fragen: Warum ich blind sei, seit wann, ob ich mich an Farben erinnere. Das Eis war gebrochen. Alle waren erleichtert, dass das Unausgesprochene ausgesprochen war, und wir konnten uns dem Thema des Referats widmen - gleichberechtigt und gemeinsam.
Weiterführende Informationen: www.studentenwerke.de
Broschüre in Leichter Sprache zum Umzug in eine neue Wohnung
10.10.2011
Eine kostenlose Broschüre erklärt den Umzug in eine neue Wohnung in Leichter Sprache.
Die Broschüre beantwortet viele Fragen rund um die Suche und die Auswahl einer passenden Wohnung, die An- und Ummeldung bei den Behörden oder den Umzug in die neue Wohnung. Der Weg von der alten in die neue Wohnung wird mit Bildern anschaulich gemacht.
Die Broschüre wurde zusammen mit Menschen mit Lernbehinderung vom Verein Leben mit Handicaps entwickelt. Sie kann bei der Bundesvereinigung Lebenshilfe als PDF heruntergeladen werden.
Weitere Informationen unter: www.familienratgeber.de
SoVD warnt vor Spaltung des Arbeitsmarktes zu Lasten behinderter Menschen
Berlin, 05.10.2011
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) warnt vor einer tiefgreifenden Spaltung des Arbeitsmarktes. „Seit Jahren sind schwerbehinderte Menschen doppelt so häufig arbeitslos wie nicht behinderte Menschen“, erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer heute am Rande einer Jubiläumsveranstaltung des SoVD und der Schwerbehindertenvertretungen der Länder anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Sozialgesetzbuches IX.
„Auch der aktuelle Aufschwung am Arbeitsmarkt hat daran nichts geändert – ganz im Gegenteil“, unterstrich Bauer. Der Sozialverbandspräsident verwies auf den massiven Anstieg der Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen um über neun Prozent zwischen April 2008 und April 2011. Insbesondere ältere Menschen mit Behinderungen seien von dieser Entwicklung betroffen und würden zunehmend vom Aufschwung abgehängt.
„In erster Linie sind die Arbeitgeber gefordert, ihren gesetzlichen Pflichten nachzukommen und ausreichend Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten für behinderte Menschen zu schaffen“, forderte Bauer. Zudem bedürfe es der Anstrengung aller politischen und gesellschaftlichen Kräfte, um gleiche Teilhabechancen für Menschen mit Behinderungen zu verwirklichen. Die Stärkung der Schwerbehindertenvertretungen sei hierbei von großer Bedeutung.
V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs
EU unterstützt Pilotprojekt für bessere Nutzbarkeit von Fahrkarten- und Geldautomaten
27.09.2011
Mit einem Zuschuss in Höhe von 3,4 Millionen Euro unterstützt die EU-Kommission ein Pilotprojekt zur besseren Bedienbarkeit von Fahrkarten- und Geldautomaten. Das Projekt zielt darauf hin, dass Senioren, Behinderte und ausländische Touristen die Automaten künftig einfacher bedienen können. Dazu laufen ab September 2011 Tests in Deutschland und Spanien.
Bei den Tests erhalten rund 3.000 Bürger Chipkarten, auf denen ihre persönliche Daten und Bedürfnisse gespeichert sind. Mit Hilfe dieser Karten lesen die Automaten drahtlos die gespeicherten Informationen ab und passen ihre Einstellungen an. So würde für einen Menschen mit Sehbehinderung beispielsweise die Information auf dem Display in ausreichend großer Schrift erscheinen. Statt der Karte können auch Handys mit Zusatzfunktionen eingesetzt werden.
Das Projekt soll dabei helfen, die häufig eingesetzten Selbstbedienungsautomaten besser zugänglich zu machen. Die Zielgruppe sind Menschen, die sich mit der Technik nicht auskennen, Senioren oder ausländische Urlauber, welche die Landessprache nicht beherrschen.
Quelle: Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit
"Inklusion als Menschenrecht"
28.09.2011
Neues Online-Handbuch für die Bildungsarbeit erschienen
Das Deutsche Institut für Menschenrechte und die Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" haben heute das Online-Handbuch "Inklusion als Menschenrecht" vorgestellt. Bei dem Handbuch handelt es sich um eine bislang in Deutschland einzigartige Website mit Informationen, Spielen und pädagogischen Materialien zu den Themen Inklusion, Behinderung und Menschenrechte.
Das Online-Handbuch richtet sich an Pädagogen in Schule und Hochschule, Jugendliche und Erwachsene in Selbsthilfegruppen und in Jugendzentren, an Erzieherinnen in Kindertagesstätten sowie an Ausbilder in Heilerziehungspflegeschulen, Altenpflegeschulen und Fachschulen für Erzieher.
Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte, erklärte anlässlich der Vorstellung des Online-Handbuches: "Die Achtung der Rechte und der Würde von Menschen mit Behinderungen ist das Grundanliegen der UN-Behindertenrechtskonvention. Daher ist es wichtig, das Bewusstsein für das Menschenrecht auf gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen zu schärfen.
Inklusion ist ein Menschenrecht und seine Verwirklichung setzt Respekt und Achtung voraus. Beides kann nur durch Erfahrung und Wissen gelehrt und gelernt werden. Das ist die Idee, die hinter dem Online-Handbuch steht. Mit der Website will das Deutsche Institut für Menschenrecht dazu beitragen, die Barrieren in den Köpfen abzubauen, die Menschen mit Behinderungen das Leben immer noch unnötig schwer machen."
Martin Salm, Vorstandsvorsitzender der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft", sagte: "Das Online-Handbuch ist für die Stiftung ein Modellprojekt der politisch-historischen Menschenrechtsbildung. Im Zentrum des Projektes stehen die menschenrechtliche und historisch-politische Perspektive auf die Situation behinderter Menschen, die eng verknüpft ist mit Selbsthilfebewegungen, Rechtsentwicklung und Unrecht, speziell auch mit dem Euthanasieprogramm des Nationalsozialismus. Erst durch diese historische Einbettung können aktuelle Entwicklungen zum Thema ‚Inklusion‘ und ‚Partizipation‘ verstanden werden."
Die Materialien der Website können individuell nach Gruppengröße, Lernkontexten und Bedürfnissen der Lernenden ausgewählt werden. Sie sind in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit einsetzbar.
Das Deutsche Institut für Menschenrechte hat das Online-Handbuch mit Unterstützung der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" und dem Verein Lernen aus der Geschichte e.V. konzipiert und umgesetzt.
www.inklusion-als-menschenrecht.de
Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
E-Mail: hildebrand(at)institut-fuer-menschenrechte.de
Bin ich außergewöhnlich?
25.09.2011
Seit seinem Schlaganfall vor 13 Monaten ist Christian Schmitz arbeitsunfähig. Doch mit 46 in Rente gehen? Das kommt für ihn nicht in Frage! Dass er so bald wie möglich wieder arbeiten möchte, ist für seine Kranken- und Rentenversicherung offenbar außergewöhnlich. Anstatt eines Reha-Bescheids kommt schließlich der Rentenantrag mit der Post...
Auf dem Inklusionsblog von Aktion Mensch finden Sie noch viele weitere artikel zum Thema "Menschen mit Behinderung und Arbeit/Ausbildung/Schule".
Quelle und ganzer Artikel: www.aktion-mensch.de
Gemeinsam können wir viel bewegen
Pressemitteilung zur REHACARE 2011 in Düsseldorf
Vier Bundesländer präsentieren sich gemeinschaftlich mit der AG Barrierefreie Reiseziele in Deutschland
Düsseldorf, den 21.09.2011 - Zur diesjährigen REHACARE-Messe vom 21. bis 24. September in Düsseldorf präsentieren sich die Bundesländer Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen und Thüringen gemeinsam mit der AG Barrierefreie Reiseziele in Deutschland.
Die REHACARE ist die weltweit führende Fachmesse für Menschen mit Behinderung, Pflegebedarf und chronischen Erkrankungen. 650 Aussteller aus 30 Ländern nutzen die optimale Plattform und den Kommunikationstreffpunkt. Die Interessenten sind zum einen Betroffene und deren Angehörige, zum anderen der medizinische Fachhandel.
Im Rahmen des gemeinschaftlich organisierten Messeauftrittes werden die Länder und Regionen ihre bundesweit attraktiven Reiseangebote in Deutschland zum Barrierefreien Reisen für Menschen mit Behinderungen präsentieren.
Bereits seit mehreren Jahren bewerben einige Bundesländer aktiv den Barrierefreien Tourismus. So warten Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen mit Spezialbroschüren auf. Brandenburg bietet eine eigene barrierefreie Internetplattform an.
Seit 2009 arbeiten die vier Bundesländer gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommern im Bereich des Barrierefreien Tourismus intensiv zusammen. Ziel ist, auf Bundesebene eine Vereinheitlichung und Harmonisierung der Erhebung, Bewertung sowie Darstellung der speziellen Angebote für Gäste mit Behinderung zu erreichen.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch am Stand „Barrierefreies Reisen in Deutschland“:
Halle 5/ A27
Kontakt:
Kerstin LehmannTourismusakademie Brandenburg bei der
TMB Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Telefon: 0331 – 29 87 37 86
E-Mail: lehmann@tourismusakademie-brandenburg.de
Argumentationshilfe gegen die Abzweigung des Kindergeldes
18.09.2011
Oftmals erheben die Sozialhilfeträger Anspruch auf das Kindergeld, wenn das Kind Grundsicherung erhält. Der Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. hat seine Argumentationshilfe gegen die Abzweigung des Kindergeldes auf den neuesten Stand gebracht. Wer seine Kinder etwa durch Betreuungsleistungen unterstützt, hat bei einem Widerspruch gute Chancen.
Weitere Informationen und Argumentationshilfe: www.familienratgeber.de
Quelle: Newsletter der Aktion Mensch
ARD vergrößert künftig barrierefreies Angebot
15.09.2011
Das Erste will mehr Medienangebote für Menschen mit Behinderung schaffen. Deshalb soll innerhalb der nächsten zwei Jahre das Spektrum für Gehörlose und Blinde erweitert werden - mit verstärktem Einsatz von Untertiteln und Hörfilmfassungen...
Auf den Vorwurf, das aktuelle Fernsehprogramm biete für Sehbehinderte, Blinde und Gehörlose zu wenige Möglichkeiten, reagierte nun die ARD im Rahmen der Sitzung der Intendantinnen und Intendanten am Mittwoch. Man will der Grundversorgung der Menschen mit Behinderung durch den Zugang zu barrierefreiem Fernsehprogramm und Filmen damit einen Schritt näher kommen, hieß es. Bis zum Ende des Jahres 2013 soll das barrierefreie Angebot der ARD und der Dritten Sender deutlich erhöht werden.
Quelle und zum Artikel: www.dwdl.de
Es muss nicht immer das günstigste Gerät sein
15.09.2011
Unter geeigneten Behandlungsalternativen müssen Ärzte für ihre Patienten nicht immer die kostengünstigste auswählen - auch bei Hörgeräten. Das hat ein Landgericht jetzt bestätigt.
Von Emil Brodski und Stefan Wenzel
Gerichtliche Streitigkeiten zwischen Privatpatienten und ihren Krankenversicherungen, die die medizinische Notwendigkeit einer ärztlichen Behandlungsmaßnahme in Abrede stellen und die Patienten auf den Kosten sitzen lassen, kann man inzwischen getrost als "Dauerbrenner" bezeichnen.
Aus der Fülle der in den vergangenen Jahren ergangenen Urteile ist für den Arzt vor allem eine Erkenntnis relevant: Unter mehreren geeigneten Behandlungsalternativen braucht er für seinen Patienten nicht immer die kostenmäßig Günstigste zu wählen.
Dies gilt auch bei der Auswahl von Hörgeräten, wie das LG München I in einem soeben verkündeten Urteil festgestellt hat.
Quelle und vollständiger Artikel: www.aerztezeitung.de
Plakatwettbewerb: Studieren mit Behinderung oder chronischer Krankheit
13.09.2011
- Neuer Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks (DSW) für Design-Studierende
- 5.500 Euro Preisgeld, Wanderausstellung mit den 30 besten Werken
- DSW-Präsident Rolf Dobischat: "Gestalterische und soziale Kompetenz der Design-Studierenden gefragt"
8% der Studierenden in Deutschland haben eine Behinderung oder chronische Krankheit. Mit seinem 26. Plakatwettbewerb fragt das Deutsche Studentenwerk: Welchen Barrieren – physischen oder Barrieren in den Köpfen von Lehrenden und Studierenden – sehen sie sich gegenüber, und welchen Vorurteilen? Wie bereichern behinderte oder chronische kranke
Studierende die Hochschule?
Teilnahmeberechtigt an dem Plakatwettbewerb sind Studierende aus den Studiengängen Grafik-Design, Visuelle Kommunikation und Kommunikations-Design. Die Aufgabenstellung an sie lautet: "Setzt euch mit der Situation von behinderten und chronisch kranken Studierenden auseinander. Befragt euch selbst und andere nach Erfahrungen mit diesem Thema. Hört und seht euch an eurer Hochschule um. Versucht, den Hochschulalltag aus der Perspektive von Menschen wahrzunehmen, deren Erfahrungen ganz andere sind als eure eigenen."
"Wir sind uns bewusst, dass wir mit diesem Thema nicht nur die gestalterische, sondern auch die soziale Kompetenz der Design-Studierenden herausfordern", sagt DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat. "Aber das Thema liegt uns besonders am Herzen", so Dobischat.
Er erläutert: "Mit unserer Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung, die von der Bundesregierung gefördert wird, setzen wir uns seit bald 30 Jahren für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit ein. Wir bekennen uns zur 'Hochschule für Alle' und wollen, dass behinderte oder chronisch kranke Menschen selbstverständlich und mit den gleichen Chancen studieren können."
Bis zum 22. Februar 2012 können die Design‐Studierenden ihre Plakate beim DSW einreichen. Zu gewinnen gibt es Preisgelder in Höhe von insgesamt 5.500 Euro. Eine fünfköpfige Fachjury entscheidet, wie das Geld verteilt wird. Vier Plakate werden in einer Auflage von jeweils 1.000 Stück gedruckt. Die besten 30 Arbeiten gehen als Wanderausstellung auf Tour durch die Studentenwerke in ganz Deutschland.
Der 26. Plakatwettbewerb 2011/2012 des Deutschen Studentenwerks wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF); das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.
Alle Infos und Formulare: www.studentenwerke.de
Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Studentenwerks (DSW) (PDF, 118 Kb)
Rentendialog muss wirksame Maßnahmen gegen Altersarmut liefern
07.09.2011
Zum heutigen Start des Regierungsdialogs Rente erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:
Die Bundesregierung muss jetzt ein wirksames Konzept gegen die wachsende Gefahr einer massiven Ausbreitung der Altersarmut vorlegen. Um diese zentrale soziale Herausforderung zu meistern, ist es erforderlich, dicke Bretter zu bohren. Keinesfalls dürfen die heute begonnenen Gespräche über die Rente als Alibiveranstaltung mit vorprogrammiertem Ergebnis dienen. Zusätzliche Leistungen müssen die Betroffenen auch wirklich erreichen und dürfen nicht an hohen Hürden scheitern. Weiße Salbe für die Öffentlichkeit reicht nicht aus, denn die Zeit drängt, wie aktuelle Studien belegen. Notwendig sind spürbare Leistungsverbesserungen in der Rente. Darüber hinaus könnte ein gestaffelter Rentenfreibetrag in der Grundsicherung sicherstellen, dass auch Menschen mit einer sehr geringen Rente später über der Sozialhilfegrenze bleiben.
V.i.S.d.P.: Benedikt Dederichs
Neueröffnung einer weiteren CAP-Markt-Filiale in Berlin Lichtenberg
07.09.2011
In Anwesenheit der Bezirksbürgermeisterin, Frau Christina Emmrich, des Bezirksstadtrates, Herrn Andreas Geisel, der Stadtteilmanagerin, Frau Sabine Pöhl und weiteren Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft wurde in der vergangenen Woche die Eröffnung des CAP-Marktes in der Robert-Siewert-Straße 97 in Karlshorst begangen. In Ansprachen wurde die Bedeutung des neuen Marktes für die zahlreichen Anwohner betont. Hervorgehoben wurde außerdem das Konzept der CAP-Märkte: Der Grundgedanke gilt der Verbesserung der Arbeitsplatzsituation und die Erweiterung der Möglichkeiten für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung.
“Durch die Eröffnung von zentrumsnahen Lebensmittelmärkten unter dem Namen CAP …der Lebensmittelpunkt werden neue Chancen erschlossen, geeignete Arbeitsplätze für diese Menschen außerhalb der Werkstatt zu schaffen und diese auch langfristig zu sichern”, so der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft nobis gGmbH Der Dienstleister, Uwe Liesch. Für behinderte Menschen stellt CAP tatsächlich ein Lebens-Mittelpunkt dar.
Quelle und zum vollständigen Artikel: www.presseschleuder.com
Welt-Suizid-Präventionstag am 10. September 2011
Jedes Jahr sterben in Deutschland fast 10.000 Menschen durch Suizid.
In Deutschland sterben mehr Menschen durch Suizid als durch Verkehrsunfälle,
Gewalttaten und illegale Drogen. Weit mehr als 100.000 Menschen erleiden
jedes Jahr den Verlust eines nahestehenden Menschen durch Suizid.
Um die Öffentlichkeit auf die weitgehend verdrängte Problematik der Suizidalität
aufmerksam zu machen wird alljährlich der Welttag der Suizidprävention veranstaltet.
Der 10. September ist besonders auch ein Tag der Trauer und des Gedenkens an die
durch Suizid Verstorbenen. Der Tag kann Menschen unabhängig von ihrer religiösen
Zugehörigkeit einen Raum bieten, in dem der Erfahrung von Verlust und Trauer
Ausdruck gegeben und miteinander geteilt werden kann.
Wenn Sie Veranstaltungen zum Welt-Suizid-Präventionstag am 10. September 2011
planen, schicken Sie bitte eine Nachricht an: info@welttag-suizidpraevention.de
Quelle: welttag-suizidpraevention.de
Hartz IV-Benachteiligung behinderter Menschen beenden
Der Sozialverband Deutschland (SoVD) und der Sozialverband VdK Deutschland fordern ein Ende der Benachteiligung von behinderten Menschen bei den Grundsicherungsleistungen. "Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen deutlich: Der Gesetzgeber muss die Ungleichbehandlung endlich korrigieren und den betroffenen Menschen zu ihrem Recht verhelfen. Geschieht dies nicht, sind wir bereit einzugreifen und Musterklagen ins Auge zu fassen", erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer anlässlich des heute veröffentlichten Gutachtens der Hans Böckler Stiftung zur Neuregelung der Regelbedarfe bei Arbeitslosengeld II und Sozialhilfe.
"Es ist für erwachsene Menschen mit Behinderung, die noch bei ihren Eltern leben, bitter, dass die Zusage der Bundesregierung immer noch nicht eingelöst wurde. Monat für Monat werden ihnen 73 Euro vorenthalten. Es muss noch in diesem Jahr der volle Regelsatz kommen", fordert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.
Die Bundesregierung hatte im Vermittlungsverfahren zum Hartz IV-Kompromiss zugesagt, die neue Regelung mit dem Ziel zu prüfen, behinderten Menschen den vollen Regelsatz zu ermöglichen.
Durch die zurückliegende Regelsatzreform erhalten Menschen mit Behinderungen ab dem 25. Lebensjahr, die mit anderen Erwachsenen in einem gemeinsamen Haushalt leben, einen Regelbedarf von 291 Euro. Das sind 80 Prozent des vollen Hartz IV-Regelbedarfs von 364 Euro und damit 73 Euro weniger, als Menschen ohne Behinderungen beziehen. VdK und SoVD hatten dies bereits im Rahmen der Debatte um die Neuberechnung der Regelbedarfe scharf kritisiert.
V.i.S.d.P.: Cornelia Jurrmann, Benedikt Dederichs
Behinderte dürfen gratis im Bahn-Nahverkehr fahren
01.09.2011
Das gesamte Streckennetz im Nahverkehr darf von Behinderten kostenlos genutzt werden. Die Regelung betrifft rund 1,4 Millionen Menschen.
Behinderte Menschen können ab Donnerstag in ganz Deutschland kostenlos mit den Zügen des Nahverkehrs fahren. Nach Angaben der Deutschen Bahn (DB) wird die bestehende Freifahrtregelung für die rund 1,4 Millionen schwerbehinderten Personen deutlich erweitert.
Ab dem 1. September dürfen sie sämtliche Nahverkehrsbahnen der DB ohne zusätzlichen Fahrschein in der 2. Klasse nutzen. Ausweisen müssen sich die Berechtigten jedoch mit dem grün-orangen Schwerbehindertenausweis und dem Beiblatt mit gültiger Wertmarke. Auch Begleitpersonen und Blindenhunde werden umsonst mitgenommen.
Bisher gilt die Freifahrt Behinderter in DB-Zügen nur innerhalb von Verkehrsverbünden sowie außerhalb in einem Radius von 50 Kilometern um den Wohnort. Wer jenseits dieser 50 Kilometer-Zone in einem verbundfreien Gebiet fahren will, muss dafür einen zusätzlichen Fahrschein lösen.
Quelle und vollständiger Artikel: www.welt.de
Modellversuch MOGIS
29.08.2011
Den ganz gewöhnlichen Alltag mit Gebärden ausdrücken und damit soziale Barrieren überwinden – dieser Aufgabe widmet sich der Gehörlosenverband Hamburg e.V. in seinem Modellversuch MOGIS.
Damit hörende Kinder von gehörlosen Eltern von der Gesellschaft besser verstanden und akzeptiert werden, führt ein Kurs Mädchen und Jungen von hörenden und nicht hörenden Eltern gemeinsam in die Gebärdensprache ein. Dass sie dabei Zeichen entwickeln, die nur sie und ihre Freunde verstehen, ist ausdrücklich erwünscht.
Zeichen verbinden – für Kinder gehörloser Eltern wird es dadurch leichter, Kinder von hörenden Eltern nach Hause einzuladen. Außerdem regt die Gebärdensprache die kindliche Neugier aller Kinder an und baut die kognitive Entwicklung aus, denn durch Gebärdenübungen wird die Sprachentwicklung gefördert.
Weitere Informationen:
Aktion Mensch
Heinemannstraße 36
53175 Bonn
Quelle: www.aktion-mensch.de/foerderung
"Vorsicht, Operation!" - heftige Kritik
Zweitmeinung im Netz - ein Fall für Karlsruhe?
Das Zweitmeinungsportal "Vorsicht, Operation!" hat für heftige Kritik gesorgt - und viele Fragen aufgeworfen: Wo beginnt das Fernbehandlungsverbot, inwieweit haften die Konsiliarärzte? Ein genauer Blick zeigt: Das Recht hinkt der Zeit hinterher.
Von Christian Dierks
Neue Online-Portale geben Patienten die Möglichkeit, eine Zweitmeinung einzuholen, etwa im Vorfeld einer Operation. Dies soll unter anderem der Vermeidung von unnötigen, medizinisch nicht indizierten Behandlungen oder Operationen dienen.
Auf den Portalen stehen Experten zur Verfügung, die Einzelfälle begutachten. Der Patient hat die Möglichkeit, über das Portal einen Fragebogen auszufüllen und Befunde elektronisch einzusenden. Auf Grundlage dieser Angaben wird ein Gutachten mit Diagnose und Therapieempfehlungen sowie alternativen Behandlungsmöglichkeiten erstellt.
Zum vollständigen Artikel: www.aerztezeitung.de
Kabinett streicht Förderung
Ab 2012 wieder mehr finanzielle Hürden für altersgerechte Umbauten
25.08.2011
Eigenheimbesitzer, die einen altersgerechten Umbau ihrer Immobilie planen, sollten sich sputen. Laut Kabinettsbeschluss soll das beliebte Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) "Altersgerecht Umbauen" ab 2012 komplett gestrichen werden, weil im nächsten Haushalt das Geld dafür fehlt. "Immobilieneigentümer, die die Förderung noch nutzen wollen, sollten jetzt aktiv werden", sagt Kai Oppel vom Baugeldvermittler HypothekenDiscount. "Denn: Noch vor Beginn der Umbaumaßnahmen müssen alle Förderanträge eingereicht und beschieden sein."
Keine Schwellen zwischen Wohnzimmer, Flur oder Küche. Eine ebenerdige Dusche. Etwas mehr Platz im Bad für den Rollator. Aktuell gilt in Deutschland gerade einmal eine Wohnung von 100 als altersgerecht beziehungsweise barrierearm. "Eigentümer, die ohnehin die Sanitärräume renovieren möchten, sollten in den kommenden Wochen über einen altersgerechten Umbau nachdenken und nebenbei Fördermittel nutzen", rät Oppel. "Immobilienbesitzer können so unter anderem den Wert ihres Objektes zusätzlich steigern, da der Bedarf an entsprechenden Wohnräumen in den nächsten Jahren zunehmen wird. Und wenn sie die Immobilie behalten, können sie selbst für zukünftige Eventualitäten vorsorgen."
Das noch einige Monate gültige KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen" fördert Modernisierungsmaßnahmen, die den Bedürfnissen älterer Menschen angepasst sind und zum barrierefreien Wohnen beitragen. Dazu zählen sowohl so genannte barrierereduzierende Umbauten der Wohnräume als auch des Wohnumfeldes. Gefördert werden kann sogar der Ausbau der Immobile, der ein generationenübergreifendes Wohnen ermöglicht.
Quelle und zum vollständigen Artikel: www.ansahl.com
Lesen Sie hierzu auch folgende Artikel:
www.barriere-freies-wohnen.de
www.tagesspiegel.de
www.finanzwertig.de
Menschenrechtsinstitut fordert mehr Beratungsstellen...
für Betroffene von Diskriminierung -
Zum fünfjährigen Bestehen des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) am 18. August 2011
17.08.2011
Berlin. Anlässlich des fünften Jahrestages des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) fordert das Deutsche Institut für Menschenrechte insbesondere Bundesländer und Kommunen auf, mehr Beratungsstellen für Betroffene von Diskriminierung zu schaffen. Das AGG habe zwar den Rechtschutz für Betroffene von Diskriminierung im Berufsleben und beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen wie zum Beispiel der Wohnungsmarkt gestärkt.
Trotzdem bleibe es für viele Menschen mit Diskriminierungserfahrungen schwierig, ihr Menschenrecht auf Schutz vor Diskriminierung wahrzunehmen, erklärte Beate Rudolf, Direktorin des Deutschen Instituts für Menschenrechte. "In den meisten Bundesländern fehlt es an wohnortnahen kompetenten Beratungsstellen". Gerade Bundesländer und Kommunen sollten sich stärker als bisher für den Aufbau von Infrastrukturen der Antidiskriminierungsberatung engagieren. "Denn nur ein effektiver Diskriminierungsschutz ermöglicht die gleichberechtigte Teilhabe und gesellschaftliche Inklusion benachteiligter Personengruppen", so Rudolf weiter.
Das Deutsche Institut für Menschenrechte begrüßte das Förderprogramm "Netzwerke gegen Diskriminierung", das die Antidiskriminierungsstelle des Bundes dieses Jahr mit einer Fördersumme von 1,2 Millionen Euro und einer Laufzeit von zwei Jahren gestartet hat. "Angesichts der gesellschaftlichen Bedeutung des Themas Diskriminierung reiche ein solches Förderprogramm jedoch bei weitem nicht aus." Die Programme müssten über längere Zeiträume gefördert und finanziell besser ausgestattet werden, so die Empfehlung der Menschenrechtsexpertin.
Erfahrungen des Projekts "Diskriminierungsschutz: Handlungskompetenz für Verbände" des Instituts sowie Ergebnisse des vom Projekt organisierten Fachtages "Vielfalt leben - Gleichheit herstellen!" im November 2010 in Hamburg zeigen, dass Verbände und Beratungsstellen aufgrund fehlender Ressourcen Betroffene häufig nur unzureichend unterstützen können.
Bericht Fachtag "Vielfalt leben - Gleichheit herstellen!":
www.institut-fuer-menschenrechte.de/pdf
Bettina Hildebrand, Pressesprecherin, Deutsches Institut für Menschenrechte
Jakob Muth-Preis 2011/2012
16.08.2011
Gemeinsam mit der Bertelsmann Stiftung und der Deutschen UNESCO-Kommission schreibt der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen nun bereits zum dritten Mal den Jakob Muth-Preis für inklusive Schulen aus. Mit diesem bundesweiten Preis soll die Praxis von Schulen bekannter gemacht werden, die eine bessere Teilhabe ermöglichen.
In diesem Jahr richtet sich der Wettbewerb an Einzelschulen und erstmalig an Schulverbünde. Noch bis zum 15. September können sich interessierte und engagierte Schulen für den diesjährigen Jakob Muth-Preis bewerben. Alle für die Bewerbung notwendigen Informationen finden Sie unter www.jakobmuthpreis.de
In den vergangenen Jahren gab es viele beeindruckende Bewerbungen aus allen Bundesländern. Um den Preis noch bekannter zu machen und auch Schulen, die den Jakob Muth-Preis möglicherweise noch nicht kennen, zu erreichen, wäre es nett, wenn Sie diese Information an interessierte Schulen in Ihrem Umfeld weiterreichen könnten. Die Schulen, die sich um Aufnahme auf die Landkarte der inklusiven Beispiele beworben haben, möchten wir auf diesem Wege außerdem dazu motivieren, sich auch für den Jakob Muth-Preis zu bewerben!
Für Rückfragen steht Ihnen der Arbeitsstab des Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen jederzeit gern zur Verfügung.
Weitere Informationen unter: www.bertelsmann-stiftung.de
"Vorsicht! Operation": Chirurgen wollen Zweitmeinung online anbieten
15.08.2011
Werden Hüft- und Kniegelenke oft voreilig ersetzt? Diesen Verdacht haben Chirurgen erst in der vergangenen Woche geäußert. Führende deutsche Chirurgen planen nun ein Zweitmeinungsportal im Internet, das helfen soll, unnötige Operationen zu vermeiden. Einige Krankenkassen haben signalisiert, dass sie die Kosten übernehmen wollen.
BERLIN (eb). Zwölf führenden deutsche Chirurgen planen unter dem Namen "Vorsicht! Operation" ein Internetportal, auf dem jeder Patient vor einem chirurgischen Eingriff noch eine unabhängige Zweitmeinung einholen kann.
Nach Informationen des Nachrichtenportals "Spiegel-online" sollen Patienten ihre Röntgenbilder, Laborbefunde und sonstige medizinische Daten an das Portal schicken können. Zusätzlich müssten die Patienten Fragen beantworten, die zur Diagnosestellung nötig sind.
Zum vollständigen Artikel: www.aerztezeitung.de
Seehofer prescht mit Vorschlag zur Pflegereform vor
11.08.2011
Berlin (dapd). CSU-Chef Horst Seehofer (Foto) will die Pflegeversicherung von Leistungen für Behinderte entlasten. Diese sollten künftig aus dem Bundeshaushalt finanziert werden, schlug der bayerische Ministerpräsident in der “Zeit” vor. Die Staatskanzlei in München bestätigte am Mittwoch entsprechende Überlegungen. Der CSU-Chef wolle diesen Vorschlag bei den Verhandlungen über die Pflegereform im Herbst einbringen.
Die schwarz-gelbe Koalition hat eine große Reform der Pflegeversicherung angekündigt, bei der die Leistungen ausgeweitet und die Finanzierung umgestellt werden soll. Ziel ist laut Koalitionsvertrag der Aufbau eines Kapitalstocks, um die demografische Entwicklung abzufedern. Seehofer hält eine kapitalgedeckte Zusatzversicherung allerdings weder für notwendig noch für zweckmäßig.
Die Hilfen für Behinderte sind im Vergleich zu den Gesamtausgaben der Versicherung nur ein kleiner Posten. Für die Betreuung von Menschen mit Behinderungen in Einrichtungen gab sie zuletzt nach Daten des Gesundheitsministeriums rund 250 Millionen Euro aus. Die gesamten Leistungen der Versicherung betrugen dagegen rund 20 Milliarden Euro. Das Ministerium wollte Seehofers Vorstoß nicht kommentieren.
CDU-Experte skeptisch
CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn reagierte jedoch skeptisch: “Die Pflegeversicherung zu entlasten, indem man dem verschuldeten Bundeshaushalt neue Kosten aufbürdet, wäre eine Mogelpackung. Ich frage mich zudem, was der Bundesfinanzminister dazu sagt.” Im Übrigen ändere sich nichts an der Notwendigkeit einer Kapitalrücklage, meinte Spahn.
Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) will im September Vorschläge für die Pflegereform machen. Sie soll 2012 in Kraft treten. Die Koalition ist allerdings so uneins, dass sich zuletzt Spahn und andere Unionsabgeordnete mahnend an die eigenen Reihen wandten, die Reform nicht auf die lange Bank zu
Quelle: www.wirtschaft-regional.net
Diskriminieren verboten – aber hat es genützt?
11.08.2011
Seit fünf Jahren hat auch Deutschland ein Antidiskriminierungsgesetz. Einst lautstark umkämpft, funktioniert es im Alltag mittlerweile geräuscharm. Kaum noch gefürchtet, bisher wenig bekannt, kommt die juristische Ächtung von Ungleichbehandlung erst langsam in der Gesellschaft an. Eine Bilanz von Vera Gaserow.
Fünf Jahre alt wird der Spross. Bestes Alter. Doch wenn das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) am 18. August seinen fünften Geburtstag feiert, werden die Glückwünsche eher verhalten ausfallen. Dabei hätte selbst die Kanzlerin Grund zum Anstoßen: denn was für die Union einst ungewolltes Balg war und die FDP am liebsten abgetrieben hätte, hat sich zum akzeptierten Mitglied unserer Gesellschaft gemausert, altersgemäß entwickelt – und vor allem pflegeleichter als manche gewarnt hatten.
Zur Erinnerung: Was war das für ein Geschrei, als Rot-Grün sich 2004 anschickte, lang sträflich ignorierte europäische Gleichbehandlungs-Richtlinien in deutsches Recht umzusetzen. Ein Antidiskriminierungsgesetz (ADG) sollte die Benachteiligung aufgrund ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität verhindern. Wirtschaftsverbände liefen Sturm, Kirchen, Hauseigentümer, Versicherungen, Union, FDP – sie alle probten den Aufstand. Ein "bürokratisches Monster" sei das rot-grüne Paragrafenwerk, unternehmerische Freiheit werde geknechtet. Weg mit dem "Jobkiller!", polterte damals auch CDU-Chefin Angela Merkel.
Als Kanzlerin musste sie das Gesetz dann zwei Jahre später selber umsetzen – auf Druck der EU und des SPD-Koalitionspartners. Ein Buchstabe wurde getauscht, der Inhalt blieb. Aus dem ADG wurde das AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz) Merkel nannte es ihr "persönliches Trauma".
Das dürfte mittlerweile verdrängt sein. Denn seit seinem Inkrafttreten vor fünf Jahren funktioniert das Gesetz zum Schutz vor Diskriminierung erstaunlich reibungslos. Nur hat es auch etwas gebracht? Den Betroffenen, der Gesellschaft, der Chancengleichheit in unserem Land?
Quelle und vollständiger Artikel: www.cicero.de
German Paralympic Media Award 2011
11.08.2011
Die Ausschreibung des Medienpreises für herausragende Berichterstattung über den Behindertensport läuft bis zum 28. Oktober 2011.
Bereits zum 13. Mal werden in diesem Jahr herausragende journalistische Beiträge zum Thema Behindertensport mit dem German Paralympic Media Award ausgezeichnet. Gestiftet wird der Medienpreis alljährlich von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.
Es werden herausragende Reportagen und Analysen sowie Interviews und andere journalistische Formen der Berichterstattung über den Sport von Menschen mit Behinderung gewürdigt. Entscheidend ist die exakt recherchierte und kompetente sowie allgemein verständliche Darstellung.
Die eingereichten Beispiele sollen die Vielfalt der Themen des Behindertensports erfassen, Hintergründe erläutern und die Leser über die Rahmenbedingungen des Behindertensports informieren. Der Preis ist eine Anerkennung für Journalisten, die durch ihre Beiträge das Interesse für den Behindertensport gesteigert und die Leistungen von Sportlern mit Behinderung einem breiten Publikum ins Bewusstsein gerufen haben.
Bewerben können sich Journalistinnen und Journalisten aller Medien. Auch Vorschläge von Dritten - Verleger, Chefredakteure, Ressortleiter - sind möglich. Es können alle journalistischen Arbeiten eingereicht werden, die ab dem 25. September 2010 veröffentlicht wurden. Einsendeschluss ist der 28. Oktober 2011.
Der German Paralympic Media Award wird in drei Kategorien vergeben:
- Print/Foto
- TV/HF
- Online
Verliehen wird der Preis am 02. Dezember 2011 in Berlin.
Weitere Informationen für Bewerberinnen und Bewerber finden Sie im vollständigen Artikel.
Quelle: www.presseportal.de
Baugruppe Moabit sucht Mitstreiter
08.08.2011
Die Leute der Baugruppe Moabit
- wollen in der Bandelstraße, einer verkehrsberuhigten Straße, gemeinsam ein Wohnhaus (Ost-/ Westausrichtung) mit etwa 20 Wohneinheiten planen und bauen und sich als Gemeinschaft entwickeln,
- werden generationenübergreifend, kostengünstig, ökologisch verantwortlich und rollstuhlgerecht bauen,
- sind Singles, verheiratete und unverheiratete Paare, mit und ohne Kinder, zwischen 0-53 Jahren, 1 Rollstuhlfahrer (20 Jahre),
- sind aus Berlin, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt,
- leben und lieben Berlin und wollen mittendrin wohnen,
- schätzen Moabit mit seinen Gegebenheiten und Perspektiven,
- arbeiten in den Bereichen: Bauwesen, Justiz, Eisenbahn, Gesundheits- und Sozialwesen, Medien etc.,
- halten Umweltverträglichkeit, Sparsamkeit und Nachhaltigkeit sowohl in Bezug auf den Neubau als auch den zukünftigen laufenden Betrieb für besonders wichtig,
- wollen so bauen, dass alle Wohnungen und Gemeinschaftseinrichtungen rollstuhlgerecht zu erreichen sind, Gemeinschaftsräume und –flächen rollstuhlgerecht errichtet werden.
Aktuell
- sind sie in der Konzeptions- und Findungsphase (Workshops),
- gestalten sie das bauliche und technische Konzept
- wägen sie Kostenvarianten ab,
- liegt ihr Fertigstellungsziel bei Mitte 2013,
- sind noch Wohnungen aller Größen verfügbar und möglich,
- ist die Grundrissgestaltung noch weitgehend frei
Meilensteine:
- 14.03.2011: Unterzeichnung des Grundstücks-Kaufvertrages
- 02.04.2011: Unterzeichnung des Gesellschaftsvertrages der Planungs- und Baugemeinschaft "Baugruppe Moabit GbR"
- 11.07.2011: Beauftragung des Architekturbüros Ruiken & Vetter mit der Planung und Ausführung
Bauort: Bandelstraße 26/27
Kontakt: Kontakt@baugruppe-moabit.de
Internet: www.baugruppe-moabit.de
Kostenlose Beratung zum Persönlichen Budget
02.08.2011
Seit 2008 gibt es einen Rechtsanspruch auf das Persönliche Budget. Deshalb biete der Paritätische Wohlfahrtsverband ab sofort eine kostenlose Online-Beratung zu diesem Thema.
Das Kompetenzzentrum Persönliches Budget bietet nach Anmeldung grundlegende Informationen zum Persönlichen Budget. Dort können sich Interessierte in Einzel- oder Gruppenchats informieren und beraten lassen. Zielgruppe sind: Menschen mit Behinderung sowie ihre Angehörigen. Natürlich können sich auch Leistungsanbieter und –Träger dort informieren.
Zur Online-Beratung des Kompetenzzentrum Persönliches Budget
Informationen des Familienratgebers zum Persönlichen Budget
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