Besuch des Behindertenbeauftragten der Stadt Neuss

Gruppenfoto vonlinks: Karlo Bozinovski (AG Bau, Mobidat), Herr Schlösser (Stadtverwaltung Neuss), Herr Grenner (Büro des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung Berlin), Thorsten Stellmacher (Projektleiter Mobidat), Dieter Kemnitz(Signet-Außendienst), Thomas Kloss (Signet-Außendienst) und Herr Fischer (Behindertenbeauftragter der Stadt Neuss)
Gruppenfoto vonlinks: Karlo Bozinovski (AG Bau, Mobidat), Herr Schlösser (Stadtverwaltung Neuss), Herr Grenner (Büro des Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung Berlin), Thorsten Stellmacher (Projektleiter Mobidat), Dieter Kemnitz(Signet-Außendienst), Thomas Kloss (Signet-Außendienst) und Herr Fischer (Behindertenbeauftragter der Stadt Neuss)

Vom Donnerstag, 02. bis Freitag, 03. Juli 2009 war der Behindertenbeauftragte der Stadt Neuss im Rahmen eines Schulungsprogramms zur Aktion "Berlin barrierefrei" zu Besuch in unserer Stadt.

Am Donnerstag gab es neben einer Präsentation der Einrichtungsspezifischen Erhebungsbögen zum Signet "Berlin Barrierefrei", sowie einer Einführung in die Datenbank "Mobidat" (Datenerfassung, Qualitätskontrolle), ein Referat zur "Umsetzung der Aktion Berlin Barrierefrei im Bezirk Mitte".

Am Freitag wurden bei einer Exkursion die Vergabekriterien in der Galeria Kaufhof am Alexanderplatz und zum ÖPNV (Bahnhof Alexanderplatz) überprüft und das Einkaufszentrum "Alexa" besichtigt. Nach einer Ringvorlesung im Kompetenzzentrum Barrierefrei Planen und Bauen der TU-Berlin zum Thema "Kunst und Kultur ohne Barrieren - Museen und Ausstellungen barrierefrei" wurde das Erlebte ausgewertet und das weitere Vorgehen besprochen.

Wir vom Projekt "Mobidat" hatten den Besuchern in Kreuzberg einiges über unsere Arbeit zum Thema "Barrierefreiheit" vermitteln können und sind ganz gespannt über die Umsetzung eines ähnlichen Projektes in Neuss. Desweiteren hatten wir uns bereit erklärt, die zukünftigen Mitarbeiter bei der Einarbeitung und Schulung vor Ort in Neuss entsprechend zu unterstützen.

Alle Mitarbeiter von "Mobidat" wünschen der Stadt Neuss viel Erfolg bei ihrem Vorhaben.

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Bundesprogramm Kommunal Kombi fördert "Mobilität für alle"

Das Informations- und Auskunftssystem Mobidat von Albatros gGmbH engagiert sich für ein barrierefreies Berlin und hat es sich zu Aufgabe gestellt, in seiner Datenbank die Zugänglichkeit von öffentlichen Einrichtungen, Wohnraum und deren Verkehrsanbindung wiederzugeben. Mit Hilfe der Bundesförderung "Kommunal Kombi" soll Mobidat im Rahmen des gemeinsam mit agens e.V. konzipierten Projektes "Mobilität für alle" zu einem Berliner Beratungsportal rund um das Thema Barrierefreiheit weiterentwickelt werden. Ziel ist es, die Lebensqualität, Selbstbestimmung und Mobilität von mobilitätseingeschränkten Menschen zu verbessern.

Nach Schätzungen ist für Berlin für etwa 10 % der Menschen Barrierefreiheit zwingend erforderlich. Dazu zählen neben Familien mit Kleinkindern, Reisenden mit schwerem Gepäck, stark Übergewichtigen und Gebrechlichen, auch die stark wachsende Gruppe der Senioren. Für Berlin ist das Engagement für Barrierefreiheit Ausdruck von Weltoffenheit und Gastfreundschaft. Barrierefreiheit stellt für die Stadt einen wertvollen Imagegewinn dar.

Schwerpunkte setzen die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales, der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen und Behindertenverbände auf Barrierefreiheit im:

  • Öffentlicher Personen Nahverkehr (ÖPNV)
  • Bereich Bauen und Wohnen
  • Bereich Technik

Der Bericht "Barrierefreies Berlin – 15 Jahre Leitlinien zum Ausbau Berlins als behindertengerechte Stadt" vom 4. Dezember 2007 dokumentiert sehr detailliert die Zahlreichen und vielfältigen Aktivitäten zum Ausbau Berlins zur barrierefreien Stadt. Diese werden durch die Datenbank Mobidat ergänzt und bereits heute teilweise vernetzt.

Ein sichtbarer Ausdruck der Berliner Bemühungen ist die durch den Berliner Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung initiierte Vergabe des Signets "Berlin Barrierefrei". In enger Zusammenarbeit mit Vertretern aus Handel, Wirtschaft, Tourismus und Menschen mit Behinderung wurde das Signet mit Unterstützung von Mobidat seither an diverse Unternehmen und Institutionen vergeben die damit anzeigen das Menschen mit Behinderung in ihrer Einrichtung willkommen sind.

Für Mobidat ist die Weiterentwicklung des Informationsangebotes zu barrierefreien Wohnraum in Berlin sehr wichtig. Auf der Grundlage der bewährten Struktur von kleinen, für einzelne Quartiere verantwortlichen Teams kann nicht nur das gesamte Berliner Stadtgebiet erfasst werden, sondern auch die lokale Vernetzung mit den jeweiligen sozialräumlichen Strukturen entwickelt werden. Diese lokale Vernetzung ist eine entscheidende Voraussetzung für die systematische Bearbeitung des Bereiches barrierefreier Wohnraum. In diesem Zusammenhang ergeben sich durch das Kommunal Kombi-Modell sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten.

Diese steigende Nachfrage nach Informationen im Bereich Mobilität wird durch die gezielte, aktive und nachhaltige Einbindung des Projektes in ein Netzwerk unterschiedlicher Akteure begleitet. Dazu gehören die Kooperationen mit wichtigen Partnern:

der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen
die Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderungen
die Internetplattform des Landes
die Berliner Verkehrsgesellschaft (BVG)
die S-Bahn (VBB)
der Berlin Tourismus Marketing GmbH
agens e.V.

sowie die Berliner Sozial- und Behindertenverbände.

 

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Plakatflächen der Wall AG werben für die Aktion "Berlin barrierefrei"

Plakat Berlin barrierefrei

"Eine Stadt wird barrierefrei" so der Slogan einer Plakataktion des Berliner Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung gemeinsam mit der Wall AG. Das Plakatmotiv demonstriert, dass eine barrierefreie Stadt für alle Generationen mehr Lebensqualität bietet.

"Je zahlreicher die gelben Schildchen in der Stadt zu sehen sind, desto eher nähern wir uns unserem Ziel, Barrierefreiheit zum Stadtgespräch und zu einem Anliegen aller für alle zu machen."

Die Unterstützung der Aktion "Berlin barrierefrei" durch kostenlose Werbeflächen der Wall AG ist kein Zufall. City-Toiletten von Wall mit ihrem hochwertigen Design und mit ihrer Flexibilität sind ein gutes Beispiel für eine bürgerfreundliche barrierefreie Stadtmöbelgestaltung. Sie können von allen Menschen gleichermaßen ohne Schwierigkeiten genutzt werden.

Bisher wurden in Berlin über 300 Einrichtungen und Gebäude mit dem Signet "Berlin barrierefrei" ausgezeichnet. Der schwarz umrandete weiße Pfeil auf gelbem Grund, der auf den Schriftzug "Berlin barrierefrei" gerichtet ist, symbolisiert den Weg Berlins zu einer barrierefreien Stadt. Zugleich macht er den bereits erreichten hohen Grad an Barrierefreiheit in der Hauptstadt sichtbar.

Finanziell wird die Plakataktion unterstützt durch Albatros gGmbH, Träger der Datenbank Mobidat mit Informationen zur barrierefreien Nutzung von Gebäuden in Berlin. Mit der Plakatwerbung ist zugleich die Hoffnung verbunden, weitere Unterstützer und Förderer zu gewinnen.

Quelle: www.berlin.de

 

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Zitate

Zitate mehr oder weniger bekannter Persönlichkeiten zu den Themen Gesellschaft/Behinderung/Barrierefreiheit:

"Je weniger die Gesellschaft barrierefrei ist, desto mehr Geld wird individuell für die Überwindung von Barrieren benötigt." (Thorsten Stellmacher, Leiter Mobidat)

"Nicht behindert zu sein ist wahrlich kein Verdienst, sondern ein Geschenk, das jedem von uns jederzeit genommen werden kann. Lassen Sie uns die Behinderten und ihre Angehörigen auf ganz natürliche Weise in unser Leben einbeziehen. Wir wollen ihnen die Gewissheit geben, dass wir zusammengehören." (Richard von Weizsäcker, deutscher Poltiker, ehemaliger Bundespräsident)

"Niemals aber ist ein Mensch nur behindert. Behinderung ist immer ein Teil des Menschen, ein Ausschnitt aus der Vielfalt des Menschen, ein Ausschnitt aus der Vielfalt seines Menschseins und seiner Möglichkeiten. Deswegen sind Menschen mit Behinderung nicht Menschen, die nur betreut und beschützt werden müssen. Es sind Menschen, die etwas zu geben haben, die etwas können, die etwas beitragen im Zusammenleben der Menschen, auch bei schwerster Behinderung." (aus der Broschüre zur Woche für das Leben 1994)

"Der Weg von Mensch zu Mensch, ist oft weiter und schwieriger, als der Weg von der Erde zum Mond." (Franz König, Erzbischof von Wien)

 

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