Sicherheitstraining U-Bahn für blinde und sehbehinderte Fahrgäste

Bild zeigt U-Bahn von vorne mit sehbehinderten Menschen, die an dem Training teilnehmen

Auf Anregung des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverbands Berlin -ABSV- fand am 20.10.2011 von 11-14 Uhr auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz ein Sicherheitstraining für blinde und sehbehinderte Fahrgäste statt.

Viele Fahrgäste, die Blind oder sehbehindert unterwegs sind und auch sensorisch behinderte Menschen haben dank dieses Trainings ihren Schlüssel zur Bewegungsfreiheit und Sicherheit (wieder-) gefunden.

Bei dem Training können sich auch mobilitätseingeschränkte Fahrgäste in einem leeren Fahrzeug orientieren und u.a. üben, wie man mit den vorhandenen Hilfen am besten in die Fahrzeuge gelangt und wie man sich während der Fahrt sichert. Im Unterschied zu den regelmäßig stattfindenden Trainings der BVG bei U-Bahn, Straßenbahn und Bus stand diesmal das Thema Sicherheit im Mittelpunkt. Die Teilnehmer konnten beispielsweise das an diesem Tag stromlose Gleisbett betreten und austasten und lernten die Funktion der Notsignalschalter auf den Bahnsteigen kennen.

Freundliche BVGer helfen dabei und wissen auf jede Frage eine Antwort.

Antworten auf Fragen möchte die BVG ganz praktisch geben. Omnibus, Straßenbahn und U-Bahn wollen in gemeinsamen Aktionen Mut machen, die vielfältigen Mobilitätsangebote des öffentlichen Nahverkehrs in Berlin zu nutzen. Die nötigen Informationen, die Möglichkeit zum Ausprobieren von U-Bahn, Straßenbahn und Bus und die Gelegenheit, Fragen zu stellen, sollen die mitunter noch vorhandenen Hemmschwellen abbauen.

(Ein Klick auf das jeweilige Bild vergrößert die Darstellung).

Bild zeigt U-Bahn mit BVG Sicherheitstrainern

 

Innerhalb des Waggons erklären die BVG Sicherheitsbetreuer
das Notsignal und wie man sich in schwierigen Situationen verhält.

Bild zeigt U-Bahn mit dem VBB Begleitservice

 

Mit dabei: Mitarbeiter des VBB-Begleitservice, der
von den Sicherheitsbetreuern mit unterwiesen wurde.

Bild zeigt Trainingsteilnehmer mit BVG Personal auf den Gleisen

 

Bei dem Training durften die Teilnehmer auf das Gleisbett, um zu fühlen, wie hoch die Bahnsteigkante von den Gleisen liegt. Zudem wurde erklärt, wie man sich im Notfall, zum Beispiel bei einem Sturz auf die Schienen, unter die Bahnsteigkante retten kann.

Das Sicherheitstraining der BVG ist wichtig und sehr zu empfehlen. Hier können Ängste abgebaut, Sicherheitsgefühl- und Vertrauen gewonnen werden.

Mit bei dem Training waren Frau Paloma Rändel, Öffentlichkeitsarbeit vom ABSV und Frau Christine Albrecht, Beauftragte für Senioren und Fahrgäste mit Behinderungen der BVG, die sich für Fragen und Anregungen Zeit nahmen.

Weitere Informationen über zukünftige Mobilitätstrainings, barrierefrei durch Berlin und Fahrauskünfte finden Sie auf folgenden Seiten:

www.bvg.de

www.bvg.de/service und sicherheit


Text: Aus dem Pressetext der BVG; Stefan Schulz, Redaktion Mobidat (21.10.2011)

Photos: Stefan Schulz, Mobidat

 

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"Automatisch durch das Rathaus"

Klaus Laufmann, Janna Baranek, Simone Kreklau

Berlin, den 05.09.2011

"Automatisch durch das Rathaus" - Barrierefreiheit weiter ausgebaut

Im ersten und zweiten Obergeschoss des Nebengebäudes wurden die Türen mit einer Automatik versehen, so dass insbesondere der bezirkliche Behindertenbeauftragte ohne Probleme erreicht werden kann.

Im Erdgeschoss gelangt man ebenerdig in das Gebäude und erreicht mit dem Außenfahrstuhl die anderen Ebenen. Von dort öffnen sich nun die Türen automatisch.

Gemeinsam mit den bezirklichen Behindertenbeauftragten Klaus Laufmann und der Schwerbehindertenvertreterin des Bezirksamtes Frau Gabriele Sander wird Baustadtrat Carsten Röding die Anlagen einen Test unterziehen.

Außerdem wurde am 20.05.2011 eine Induktionsschleife installiert. Möglich wurde dies durch eine Spende an den Bezirksbürgermeister für eben diesen Zweck.

Induktionsschleifen können Hörgeräte-Träger beim Hören maßgeblich unterstützen. Da über Induktionsschleifen Sprache direkt auf das Hörgerät übertragen wird, kann auch eine sehr schlechte akustische Raumsituation kompensiert werden.

Bezirkbürgermeister Konrad Birkholz, Baustadtrat Carsten Röding, der Behinder-tenbeauftragte des Bezirks Klaus Laufmann und Herr Günter Gandow (Spender) übergaben das Gerät offiziell seiner Bestimmung.

Aus der Presseerklärung des Bezirksbeauftragten für Senioren und Menschen mit Behinderung, Klaus Laufmann

Foto: Stefan Schulz, mobidat

 

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Eine Stimme für Blinde

Bild zeigt Joana Zimmer bei der Autogrammstunde

01.09.2011

Joana Zimmer live im NOCTI VAGUS

Dort wo gerade noch Teller klapperten, ein Stimmengewirr den Raum durchzog und Gläser beim Zuprosten hell erklangen, ist es plötzlich still. Kein Atem ist zu hören. Niemand weiß, was ihn erwartet. Denn es ist dunkel wie die Nacht im ersten Berliner Dunkelrestaurant NOCTI VAGUS. Gespannt warten seine Gäste auf den Höhepunkt des Abends. Für viele ist es das erste Mal, dass sie sich selbst in der Situation befinden, wie der Stargast des Abends, nichts zu sehen. Dann endlich erklingt die weiche Stimme von Joana Zimmer. Wie Perlen, die auf dem Ozeangrund im Sonnenlicht schimmern, erhellt ihr gefühlvoller Gesang die Dunkelheit und lässt vergessen, dass Joana seit Geburt an blind ist.

Bewusst hat sie das NOCTI VAGUS zum Präsentieren ihrer Songs aus dem aktuellen Album "MissJZ" ausgewählt und zum ersten mal sang sie auch ihren neuen Song "Tempted by your touch", der am 16.9. als Single erscheinen wird. Noch nie zuvor war die Künstlerin authentischer zu erleben. Ihre Stimme, die oft mit der von Celine Dion verglichen wird, dringt durch die Ohren unmittelbar ins Herz und lässt es nicht mehr los. Auch wenn man sie nicht sieht, spürt man, da steht eine mutige Frau, die sich trotz ihres Handycaps zu einer der erfolgreichsten Sängerinnen Deutschlands Hochgearbeitet hat, ohne dabei ihre Natürlichkeit zu verlieren.

Zwischen den Liedern spricht sie darüber, dass es für sie eine intensive Erfahrung ist, zu wissen, dass das Publikum sich heute in der gleichen Lage befindet, wie sie. Ihre Worte schlagen Brücken, die auch für das mehrfach ausgezeichnete blinde Team des NOCTI VAGUS, das die Gäste an dem Abend betreut, Balsam für die Seele sind. Der Applaus am Ende des Konzerts gilt Joana Zimmer. Er gilt aber auch jenen Menschen, die wie sie den Mut haben, Wege zu gehen, die alles sind, bis auf eines: vorhersehbar.

Text: Lilly Andersen

Kulturmarketing NOCTI VAGUS: Maja Kunzelmann

NOCTI VAGUS Dunkelrestaurant & Dunkelbühne
Saarbrücker Straße 36 - 38
10405 Berlin

Internet: www.noctivagus.com

 

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Rundgang von Menschen mit und ohne Behinderung durch Mitte

Hier befindet sich ein Foto welches drei Leute im Gespräch zeigt.

Am 3. August fand ein mittlerweile traditioneller Rundgang von Menschen mit und ohne Behinderung durch Mitte statt. Geladen hatte die Beauftragte für Menschen mit Behinderung von Berlin-Mitte, Frau Hildrun Knuth, der Behindertenbeirat und der Verein FÖRDERBAND e.V. Kulturinitiative Berlin.

Im Mittelpunkt des Rundganges standen in diesem Jahr die Interessen und Bedarfe von blinden und sehbehinderten Menschen.

Mitarbeiter/innen von Förderband e.V. Kulturinitiative Berlin, bekannt durch die Entwicklung des ersten Berlinführers im Audioformat (Audioguide) für blinde und sehbehinderte Menschen, begleiteten die mehr als 40 Teilnehmer/innen, vorwiegend Mitglieder des ABSV e.V., vom Einkaufscenter ALEXA zum Berliner Dom und stellten die Arbeit des Projektes vor.

Auf der Wegstrecke ging es ebenfalls um die Erfassung von Barrieren für Menschen mit und ohne Behinderung.

Hier befindet sich ein Foto welches Menschen zeigt die einem Vortrag zuhören.

Nach der Begrüßungsrede von Frau Knuth und ein paar Worten des Chefredakteurs von FÖRDERBAND e.V., Herrn Frank, wurde allen Teilnehmern/innen das Blindenleitsystem im Alexa erklärt. Im Anschluss ging es zur Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz, wo uns der Bezirksbürgermeister von Berlin Mitte Herr Dr. Christian Hanke begrüßte und sich dem Rundgang hochinteressiert anschloss. Auf dem Alex wurde uns beschrieben, wie Grafiken für den Audioguide aufbereitet werden müssen, um Menschen mit Sehbehinderungen mit den relevanten Informationen zu versorgen.

So wurde zum Beispiel eine Grafik des Berliner Fernsehturmes vereinfacht dargestellt, um auf die zwei Ebenen innerhalb der Kugel hinzuweisen.

Im S-Bahnhof Alexanderplatz wurde eine „Audiowegbeschreibung“ vom Alexanderplatz zum DDR-Museum am Berliner Dom vorgestellt. Herrn Michael Baumeister von FÖRDERBAND e.V. übernahm dies sehr kompetent. Dabei wurden auch die Besonderheiten des exakten Sprachgebrauchs der Beschreibung erklärt. Wir hörten die Wegbeschreibung mittels eines Kassettenrekorders und folgten dann der konkreten Beschreibung.

Hier befindet sich ein Bild welches eine Frau zeigt die einen Kasettenrekorder hochhält.

In dem Zusammenhang fiel auf, dass ein „Aufmerksamkeitsfeld“ abgedeckt war, die Ampeln aufgrund der Lautstärke des Straßenverkehrs kaum zu hören waren und Rillenplatten an einer Bushaltestelle falsch verlegt waren. Durch Touristen, Straßenmusiker usw. war es schwer, wirklich alles zu verstehen. Allerdings sollte das normalerweise kein Problem sein, da man sich beim individuellen Rundgang mit Kopfhörer bewegt.

Am Ziel angekommen wurde uns mitgeteilt, dass man im DDR-Museum alle Exponate auch anfassen darf und diese Ausstellung deshalb besonders für blinde Menschen geeignet ist. Bei der Abschlussbesprechung wurden die unterwegs bemerkten Kritikpunkte zusammengetragen und an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Da ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes unseren Rundgang begleitete, wurden die Ansprechpartner schnell ermittelt.

Hier befindet sich ein Foto welches einen Menschen bei der Bedienung eines Daisyreaders zeigt.

Für die sehenden Teilnehmer/innen des Rundganges war es sehr beeindruckend zu erleben, wie selbständig und mit guter Orientierung blinde Menschen unterwegs sind und welche Gefahren Barrieren im Straßenland darstellen.

Die Informationen für diesen Rundgang sowie andere Audioguides kann man bei www.berlinfuerblinde.de kostenlos herunterladen.

Weitere Informationen zum Verein FÖRDERBAND e.V. Kulturinitiative Berlin finden Sie hier.


Text und Fotos: Thomas Williams (22.08.2011)


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Mobidat zu Besuch bei der IPC Schwimm-Europa-Meisterschaft 2011 in Berlin

11.08.2011

In der Zeit vom 3. Juli bis zum 10. Juli fand in Berlin die Europameisterschaft der Menschen mit Behinderung im Schwimmen statt. Das war für uns ein triftiger Grund, dort einmal vorbeizuschauen. Am Freitag, dem 8. Juli waren wir vor Ort, um uns diesen Höhepunkt des Behindertensports anzuschauen.
Von außen schien die Schwimmhalle doch erstaunlich groß. Allerdings wurden unsere Erwartungen mit betreten der Schwimmhalle wieder auf ein normales Maß korrigiert.

Nun ging es für uns erst einmal los, die vorbestellten Eintrittskarten besorgen. Beim Betreten der Halle beeindruckten die vielen Flaggen, welche an der Decke aufgehängt waren. Kaum auf der Zuschauertribüne angekommen, ging es auch schon los. Mit einer Polonaise marschierten erst einmal die "Offiziellen" ein und traten rund um das Becken ihre Positionen an. Dann dauerte es auch nicht mehr lange, bis die ersten Schwimmer die Halle betraten und die ersten Wettkämpfe begannen.

Aufgrund der schlechten Akustik konnten wir leider nicht verstehen, welche Arten- beziehungsweise welcher Schweregrad der Behinderung in den jeweiligen Gruppen zur Zeit vertreten war. Auch war es uns nicht ersichtlich, wie die Gruppen eingeteilt waren. So sind auch vereinzelte Rollstuhlfahrer in den gleichen Gruppen geschwommen, wie Menschen, deren keine Behinderung anzusehen war.

Auch der organisatorische Aufwand war sehr aufwendig. Uns fiel auch auf, dass die Schwimmer fast immer genau wussten, auf welcher Seite sie das Becken verlassen mussten. So hat es auch immer geklappt, dass die Sportler ihre Gehhilfen, Prothesen oder sonstigen Hilfsmittel direkt am Ausstieg vorfanden.
Wir haben die sportliche Leistung als "herausragend" empfunden. Es ist schon erstaunlich, wenn man sieht, wie ein Mensch, der nur einen Arm zum Schwimmen benutzen kann, schneller schwimmt als man selbst.

Leider spielte sich die Schwimmmeisterschaft auch aufgrund der Frauen Fußballweltmeisterschaft außerhalb der öffentlichen Aufmerksamkeit ab. Etwa 450 Athleten aus rund 40 Ländern waren vertreten, zum Teil mit starken Handicaps.

Angeführt wurde die deutsche Delegation von der dreifachen Weltmeisterin 2010, Daniela Schulte, der Doppelweltmeisterin Kirsten Bruhn und Weltmeister Sebastian Iwanow.

Zu erwähnen bleibt, dass die Ukraine der Gewinner des IPC Swimming European Championships ist. Das Team gewann 41 mal Gold, 37 mal Silber und 28 mal Bronze. Großbritannien folgte kurz darauf mit 27 Goldmedaillen und dritter wurde Spanien mit 26 mal Gold.

Austragungsort der Titelkämpfe war die größte und einzige komplett barrierefreie Wettkampfschwimmhalle Berlins: die Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE).

Text: Stefan Schulz und Thomas Williams (11.07.2011)
Fotos: Thomas Williams (08.07.2011)


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Signetverleihung "Berlin Barrierefrei" im Stadtbad Märkisches Viertel

Bild zeigt Stadtbad im Maerkischen Viertel

14.06.2011

Am Freitag, dem 10 Juni 2011 um 12 Uhr übergab Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) gemeinsam mit der Bezirksbeauftragten für Menschen mit Behinderung Claudia Meier, René Schulze von „Mobidat – Barrierefrei Leben in Berlin“ und dem Regionalleiter der Berliner Bäderbetriebe, Hans-Joachim Sell, das Signet „Berlin Barrierefrei“ an das Stadtbad im Märkischen Viertel.

Das Signet signalisiert, dass Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen sich in Einrichtungen bewegen können und bei Bedarf Unterstützung erhalten.

Bild zeigt Urkundenuebergabe des Signet´s Berlin Barrierefrei

Der Regionalleiter der Berliner Bäderbetriebe, Hans-Joachim Sell, nimmt die Urkunde des Signets Berlin Barrierefrei vom Bezirksbürgemeister Frank Balzer entgegen.

Von Links nach Rechts: René Schulze (Mobidat), die Bezirksbeauftragte für Menschen mit Behinderung, Frau Claudia Meier, der Regionalleiter der Berliner Bäderbetriebe, Hans-Joachim Sell und Bezirksbürgermeister von Reinickendorf, Frank Balzer.

Bild zeigt Schwimmhalle mit 50 Meter Schwimmbecken

 

Das Hallenbad ist mit einem 50 m Becken ausgestattet. Es werden auch Schwimmkurse und Aquafitness angeboten. Es gibt auch ein Nichtschwimmerbecken und ein Sprungbecken mit einem 3 Meter Sprungbrett.

In der Schwimmhalle befindet sich auch ein Bistro für den kleinen Hunger nach dem Schwimmen.

Mehr Informationen zu den Öffnungszeiten und den Eintrittspreisen finden Sie unter: www.in-berlin-brandenburg.com

Anschrift:
Schwimmhalle Märkisches Viertel
Wilhelmsruher Damm 142 D (Karte)
13439 Berlin - Reinickendorf

Telefon: 0 30 / 41 680 80

Busverbindung:
M21 | X21 | X33 | 124 bis Märkisches Zentrum / Märkische Zeile

Artikel: Stefan Schulz, Mobidat
Fotos: Simone Kreklau, Mobidat

 

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Umweltfestival der Grünen Liga in Berlin

Umweltfestival: Blick auf Stände in der Straße des 17. Juni
Umweltfestival: Blick auf Stände in der Straße des 17. Juni
Umweltfestival: Unser Mobidat-Stand
Umweltfestival: Unser Mobidat-Stand

07.06.2011

Die Grüne Liga lud bereits zum 16. Mal zum gemeinsamen Umweltfestival nach Berlin am Brandenburger Tor ein. Zehntausende Berliner, Brandenburger und Touristen kamen dazu am Sonntag in die Innenstadt. Gemeinsam mit rund 200 Aussteller/-innen aus ganz Deutschland präsentierte der Umweltverband am Sonntag, den 5. Juni 2011 die ganze Bandbreite an Informationen zu den Themen Umwelt- und Naturschutz.

Groß war die Teilnahme (rund 100.000 Besucher). Da kämpften einige gegen Massentierhaltung, gegen den Mobilfunk, der das Sterben unserer geliebten Honigbiene beschleunigt, gegen Müllverbrennungsanlagen oder etwa für eine naturnahe Kreislaufwirtschaft.

Unter dem diesjährigen Motto "Klimaschutz bewegt!" wurde umweltfreundliche Mobilität vorgestellt, vom grünen Wanderweg durch die Stadt, über Fahrräder und Elektro-Bikes bis zum Nah- und Fernverkehr.

So wurde zum Beispiel jede Menge Neuigkeiten aus der Zweiradwelt präsentiert:

  • mobiles Fahrradparken für umweltfreundliche Großveranstaltungen inklusive kostenfreiem Service-Check
  • moderne Klappräder
  • Lastenfahrräder als Familientransporter
  • unendlich viel Zubehör

Ein Highlight für die Kleinsten war die Kinder-Laufradralley. Reiseveranstalter und Verbände wie der ADFC und der VCD, die sich für eine bessere Fahrrad-Infrastruktur in Berlin einsetzen, stellten sich vor.

In diesem Jahr feierte auch der VBB Berlin-Brandenburg den "Tag für die Fahrgäste" am Brandenburger Tor.

Vertreten waren unter anderem der NABU, der BUND.  Andere Aussteller informierten über Öko-Strom, nachhaltige Geldanlagen oder mit Erdgas betriebene Autos. Organisationen und Parteien machten gegen das Weiterbetreiben der Atomkraftwerke mobil.

Für Essen und Trinken war reichlich gesorgt. An den fast 270 Ständen wurden Bio-Limonade, Bio-Würstchen oder Balkonpflanzen vom Ökohof angeboten.

Auch wir von Mobidat waren mit einem Stand vertreten. Hier konnten sich die Bürger wieder kompetent zum Thema "Barrierefreiheit in Berlin" informieren und sich ein Bild über die Arbeit von Mobidat machen. Vorgestellt wurden unsere Arbeitsbereiche mit Hilfe des Internets. Gut vorbereitet standen unsere Mitarbeiter Hans Peter Bartsch und Mike Heese bereit, Fragen zu beantworten, ob über die Erarbeitung der Datenbank, über Inhalte unserer Homepage oder über laufende Projekte und Schulungen der Albatros gGmbH.

Bei enormer Hitze wurden dann auch noch die 150.000 Radfahrer der Sternfahrt erwartet.

Das Umweltfestival 2011 wird durch das Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert. Unterstützt wird das Festival durch die GASAG, ALBA Berlin, ENTEGA, dem VBB, dem Fachverband Kartonverpackungen, der Stiftung Naturschutz Berlin und dem NABU e.V.

Diese Veranstaltung wird noch lange im Gedächtnis bleiben, setzte sie doch wichtige Zeichen für den Erhalt unserer Umwelt und auch wie wir dieses Berlin weiter barrierefrei gestalten - nicht nur auf den Straßen, sondern auch in den Köpfen der Menschen.

Internet: www.umweltfestival.de

Text und Fotos: Angela Schnell

 

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Stern und Kreis barrierefrei

Bild zeigt Schiff Moby Dick

Die Stern und Kreisschiffahrt GmbH ist seit langem bestrebt, mobilitätseingeschränkten Gästen Schiffsfahrten über die Berliner Gewässer zu ermöglichen.

Am 17.05.2011 bekamen die bekanntesten Schiffe, die MS Moby Dick und die MS Havel Queen, das Signet "Berlin Barrierefrei", welches vom Bezirksbürgermeister von Reinickendorf, Frank Balzer und der beauftragten für Menschen mit Behinderungen, Frau Claudia Meier, feierlich überreicht wurde. Die Urkunden nahm Jürgen Loch, Vertretungsberechtigter Geschäftsführer der Stern und Kreisschiffahrt, in Empfang.

Zu den Gästen zählte auch der Behindertenbeirat von Berlin-Reinickendorf.

Die MS Moby Dick bietet 158 Innenplätze, ist 48,3 Meter lang, 8,2 Meter breit und fährt mittlerweile seit 39 Jahren über das Berliner Gewässer.

Die MS Havel Queen bietet 410 Innenplätze, ist 67,0 Meter lang, 9,0 Meter breit und wurde 1988 gebaut.

Die Stern und Kreisschiffahrt zählt als das größte Fahrgastschifffahrtsunternehmen in Berlin und Brandenburg und wurde am 8. August 1888 vom Stettiner Kaufmann Gustav Krokisius aus der Berliner und Stralauer Dampfschifffahrts-Gesellschaft unter dem Namen Spree-Havel-Dampfschifffahrts-Gesellschaft Stern gegründet.

Das Projekt Mobidat-Barrierefrei Leben in Berlin erhob die Daten zu den Zugängen der beiden Schiffe und gab Empfehlungen zum Bau einer behindertengerechten Toilette und zur Vergrößerung von Türen, damit auch breitere Rollstühle (u.a. E-Rollis) mit an Bord gelangen können.

Bild zeigt Verleihung der Urkunden auf der Moby Dick

 

Bezirksbürgermeister Frank Balzer, Geschäftsführer der
Stern und Kreisschiffahrt Jürgen Loch und die beauftragte für Menschen mit Behinderungen, Frau Claudia Meier beim überreichen der Urkunden.
(Klick auf das Bild vergrößert Darstellung)

Bild zeigt Bezirksbürgermeister Frank Balzer beim anbringen des Signets.

 

Bezirksbürgermeister Frank Balzer beim anbringen des Signets.
(Klick auf das Bild vergrößert Darstellung)

Bild zeigt die Roll-A-Ramp

 

Die Roll-A-Ramp besteht aus Modulen, die nach den Anforderungen des Anwenders zu fertigen Rampen zusammengebaut werden.
(Klick auf das Bild vergrößert Darstellung)

Hinweis: Die Stern und Kreisschifffahrt GmbH betreibt auch die BVG-Fähren in Berlin. Die Fährlinien F11 und F12 sind von Rollstuhlfahrern barrierefrei nutzbar.

Die Stern und Kreisschiffahrt GmbH im Internet: www.sternundkreis.de

Artikel: Stefan Schulz, Mobidat (18.05.2011)
Bilder: Holger Schumacher, Stefan Schulz

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Rettungsschirme für Alle!

Menschenmenge mit "Rettungsschirmen" vor dem Bundeskanzleramt, Bild: S. Schulz

11.05.2011

Abschlussveranstaltung vom Dienstag, den 10. Mai 2011 in Berlin anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

Anlässlich des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (5. Mai) rief der Berliner Behindertenverband, der SoVD-Landesverband Berlin-Brandenburg und die Bundesinitiative "Daheim statt Heim" gemeinsam zu einer großen Demonstration unter dem Motto "Rettungsschirme für Alle!" auf, um gegen bestehende Diskriminierungen zu protestieren und die Forderungen der vielen regionalen Aktionen gemeinsam und gebündelt an die Bundesregierung heran zu tragen.

Vor dem Brandenburger Tor und auf dem Weg zum Bundeskanzleramt versammelten sich ca. 1000 Menschen mit und ohne Behinderung, um für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu demonstrieren.

Unter anderem wurde eingefordert:

  • ein gerechter Lohn auch für die Arbeit in den Werkstätten
  • keine Abschiebung vor allem schwerstbehinderter Menschen aus ihren Fördergruppen in Heime
  • tatsächliche Integration von Kindern und Erwachsenen in die Gesellschaft und nicht nur Lippenbekenntnisse
  • Einkommens- und Vermögensunabhängige Assistenz und deren tarif-gerechte Entlohnung
  • die Rücknahme der diskriminierenden Reduzierung von Leistungen des JobCenters um 20% für Menschen mit Behinderung, die bei ihren Eltern wohnen
  • natürlich Barrierefreiheit und ein würdevolles Leben
Versammlung vor dem Brandenburger Tor, Bild: S. Schulz

 

Treffpunkt vor dem Brandenburger Tor mit Menschen mit und ohne Behinderung
(Klick auf das Bild vergrößert Darstellung)

 

Bild zeigt Philipp Roesler beim Blick aus dem Fenster, Foto: H. Schumacher

 

Der designierte Parteichef der FDP, Philipp Rösler, beobachtete die Demonstration aus einiger Entfernung
(Klick auf das Bild vergrößert Darstellung)

Versammlung vor dem Bundeskanzleramt, Bild: S. Schulz

 

Versammlung vor dem Bundeskanzleramt
(Klick auf das Bild vergrößert Darstellung)

 

 

Vertreter von Verbänden und Trägern aber auch Menschen mit Behinderung waren unter den Rednern, darunter auch Gäste, die eine sicher anstrengende Reise aus Bayern und Baden Württemberg auf sich genommen hatten.

Keinen guten Eindruck machte deshalb die Abwesenheit der Kanzlerin, nachdem sie doch genügend Zeit zur Abstimmung ihres Terminkalenders hatte. Nicht einmal ein Regierungsvertreter war vor dem Bundeskanzleramt erscheinen, um ein paar Worte an die protestierenden Mitbürger zu richten.

Text: Stefan Schulz, Kurt Lettmaier, Mobidat (11.05.2011)
Fotos: Stefan Schulz, Holger Schumacher, Mobidat

 

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Der CBF München zu Gast in Berlin

Diese Foto zeigt die Mitglieder vom CBF beim Gruppenfoto vor dem Brandenburger Tor

Vom 16. bis 20. April besuchte der gemeinnützige Verein CBF (Club Behinderter und ihrer Freunde e.V. München und Region) im Rahmen eines Bildungsurlaubs unsere Hauptstadt.

Der CBF setzt sich für die Belange von Menschen mit Handicap ein, um das Zusammenleben zwischen Behinderten und Nichtbehinderten zu üben und zu fördern. Hier treffen sich Menschen mit- und ohne Behinderung, die sich für die Belange Behinderter einsetzen und sich gegenseitig unterstützen. Es wird dabei gerne miteinander geredet, gelacht, sowie Feste gefeiert und gemeinsames Reisen organisiert.

Auf dem Programm der Berlinreise stand unter Anderem das Thema „Politische Bildung“. Am 18. und 19. April wurde die Gruppe mit insgesamt 13 Gästen davon 5 Rollstuhlfahrer durch unsere Mitarbeiter von Mobidat - Volker Schwarz aus dem Bereich barrierefreier Tourismus Berlin und Thomas Williams aus der Redaktion - zwei Tage durch die Stadt begleitet. Das warme und vor allem sonnige Wetter lieferten dazu die besten Voraussetzungen.

Dieses Foto zeigt die Mitglieder vom CBF beim Imformationsaustausch am Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Zur ersten barrierefreien Tour am Montag wurden unsere Gäste schon um 9:30 Uhr aus ihrem Hotel im Stadtteil Wedding abgeholt. Los ging es gemeinsam mit der U-Bahn zur Friedrichstraße und zur Straße Unter den Linden vorbei an der Botschaft der Russischen Förderation, dem Europäischen Parlament in Deutschland, sowie dem Hotel Adlon zum Brandenburger Tor. Auf dieser Stecke gab es natürlich auch viel geschichtliches und einiges an Anekdoten zu berichten.

Am Brandenburger Tor angekommen wurde auch die Gelegenheit genutzt, um einige Erinnerungsfotos mit den Darstellern in den Uniformen der vier Besatzungsmächte zu knipsen. Nach dem gemeinsamen Durchschreiten des Brandenburger Tors ging es zum Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Da auch das Thema Euthanasie zur Sprache kam, entstand ein reger Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten, der sich auch bei der gemeinsamen Mittagspause fortsetzte.

Dieses Bild zeigt die Mitgliedervom CBF im Restaurant beim Warten auf das Essen

Nun ging es frisch gestärkt zum Gendarmenmarkt. Auf dem Weg dorthin fiel unseren Besuchern die Schokoladenwelt auf, welche dann auch gleich erkundet werden wollte. Am Gendarmenmarkt angekommen, erfuhren unsere Gäste geschichtliche und architektonische Hintergründe zum Französischen Dom und zum Deutschen Dom, sowie dem Schauspielhaus Berlin. Zu dieser gemeinsamen und bis auf ein paar Kleinigkeiten barrierefreien Stadtbesichtigung gehörte natürlich auch der Bebelplatz, seinen angrenzenden Gebäuden, wie der Humboldt Universität, dem Deutschen Historischen Museum und dem Berliner Dom. Wie ein großes Finale dieses eindrucksvollen Tages wirkte die Show der Straßentänzer vom Alexanderplatz.

Am Alexanderplatz endete der offizielle Teil und unsere Gäste verteilten sich nach Verabschiedung zum Einkaufen oder zur alleinigen Erkundung der Stadt.

Dieses Bild Zeigt Mitglieder vom CBF an einer Informationsäule auf dem Gelände der Gedenkstätte Berliner Mauer

Der zweite Tag stand unter dem Thema „die einstig getrennte Stadt“ und „Friedrichshain - ein Stadtbezirk im Wandel.“ Wieder fuhren wir gemeinsam vom Hotel mit dem öffentlichen Nahverkehr, nur dieses Mal zum Nordbahnhof. Von dort aus begann die Besichtigung des Besucher- und Dokumentationszentrums der Gedenkstätte Berliner Mauer, sowie des Gedenkstätten-Areals.

Weiter mit der Straßenbahn, die durch den Prenzlauer Berg führt, fuhren alle gemeinsam nach Friedrichshain bis zum dortigen Frankfurter Tor.

Während wir die Frankfurter Allee entlang schlenderten, wurde über die Zeit des Nationalsozialismus und über die sich am sowjetischen Vorbild, im sogenannten „Zuckerbäckerstil“ errichteten Häuser, nach Entwürfen Hermann Henselmanns und anderer Architekten berichtet.

Diese Foto zeigt die Mitglieder vom CBF wärend sie einem Vortrag zuhören

Nach so viel Eindrücken und Geschichten aus dem Kiez war es Zeit, sich dem gemütlichen Teil Friedrichhains zu widmen. Im Friedrichshainer Kiez, welcher sich durch sein buntes Treiben und seiner vielfältigen Gastronomie auszeichnet, wurde selbige ausgiebig getestet. Der Verzehr der berühmten Berliner Currywurst war unter Anderem für einige der Besucher ein Muss. Beim anschließenden Verdauungsspaziergang genoss die Gruppe noch etwas den lebensfrohen und facettenreichen Kiez mit all seinen kleinen Geschäften, Kneipen und Restaurants.

Dieses Bild Zeigt zwei Frauen von CBF in der Straßenbahn

Beendet wurde diese sehr beeindruckende Tour am Boxhagener Platz, wo alle zufrieden und gesättigt die friedliche Atmosphäre auf sich wirken ließen. Nach einem sehr herzlichen Abschied nutzten unsere Gäste noch den schönen Berliner Abend für eine individuelle „Erkundungstour“.

Fazit:

Uns waren "unsere Bayern", wie wir sie nun nannten, sehr sympathisch. An den zwei Tagen hatten wir sehr viel Spaß und hoffen, die Reisegruppe nächstes Jahr wieder bei uns begrüßen zu dürfen.

Anzumerken bleibt noch, dass die gesamte Tour mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt wurde, um unseren Gästen die Stadt noch näher zu bringen.

Text und Foto´s: Volker Schwarz und Thomas Williams

Besuch des Hörfilmes "GATTACA" und der Ausstellung "NICHT NORMAAL"

Foto zeigt Kleisthaus

(Berlin) Kleisthaus, Donnerstag, 21.04.2011

Hörfilm

"GATTACA" ist eine schauerliche Vision über den Umgang mit genmanipulierten Menschen in einer zukünftigen Gesellschaft.

Dort ist nur noch der ein Mensch und anerkanntes Mitglied der Gesellschaft, der genetische Standards erfüllt und dessen Blutwerte, genetische Fingerabdrücke und Aussehen der Norm eines Genies entsprechen. Der Hauptdarsteller, hier Vincent genannt, weist keines dieser Merkmale auf. Er ist ein normal gezeugter Mensch und somit ein "Invalid". Nichts deformiert ihn, nur seine Herkunft beziehungsweise Erschaffung. Vincent bedient sich des genetischen Codes eines durch einen Unfall tatsächlich behinderten Spenders, um Raumfahrer zu werden. Zugleich wird er wegen angeblichen Mordes verfolgt. Der Spender, ein "Valid", scheitert in diesem Film an seinem Selbstbewusstsein, zählt er doch genetisch gesehen zur Elite, gelangt körperlich jedoch an seine Grenzen.

Dieser "Hörfilm" lief ohne Untertitel, da kein Zuschauer mit Hörschädigung anwesend war.

Ausstellung

Nach Verlassen des Kinosaales empfing uns die Ausstellung "NICHT NORMAAL", organisiert vom Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und der Stiftung Niet Normaal, in Kooperation mit der "Aktion Mensch".

Bewusst klein gehalten, wird in Videoinstallationen gezeigt, welchen Zwängen und Ängsten Menschen unterliegen. In einer  über acht Meter langen Schauauslage wird eindrucksvoll dargestellt, wie viele Tabletten die meisten Menschen in ihrem Leben einnehmen. Ist das normal? Hier sehen wir, dass auch Krankheit zum Leben gehört. 20 Künstler stellen zu dem Thema ihre Bilder aus und jeder Betrachter kann sich über die "Normalität" in unserem Leben seine eigenen Gedanken machen.

Fazit

Für mich war dieser Abend eine gelungene Abwechselung und er hat mich angeregt, über "scheinbare Normalitäten" in unserer Gesellschaft nachzudenken. Sehr informativ!

Eine Broschüre, in der auch alle anderen Veranstaltungen bis zum 26.05.2011 aufgeführt werden, liegt im Kleisthaus aus.

Internet: www.behindertenbeauftragter.de

Text:Angela Schnell

 

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Fachkonferenz zeigt: Inklusion braucht Handlungsbedarf in der professionellen Bildungs- und Berufsberatung

Bild zeigt Logo Nationales Forum Beratung in Bildung, Beruf und Beschäftigung

Fachtagung –Beratung-Perspektiven-Inklusion vom nfb (Nationales Forum in Bildung, Beruf und Beschäftigung) und BAG BBW (Die Berufsbildungswerke)

Berlin, 13. April 2011, Besucherzentrum im Bundespresseamt

Expertinnen und Experten aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wirtschaft sowie Betroffene diskutierten über Bedeutung und Herausforderungen einer professionellen Bildungs- und Berufsberatung.

Deutschland hat sich mit der Übernahme der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung verpflichtet. Das Ziel ist es, die spezifischen Bedürfnisse behinderter Menschen auf ihrem Weg durch Bildung, Aus- und Weiterbildung sowie ihren beruflichen Werdegang durch eine gut ausgebaute Bildungs- und Berufsberatung zu begleiten und zu unterstützen.

Qualifizierte Beratung soll die besonderen Talente und Stärken fördern und so Perspektiven für soziale Integration und Inklusion nachhaltig öffnen.

Bild zeigt Vorsitzende des nfb und Herrn Wilhelm Eichhorn, Vorsitzender BAG BBW

Eröffnet wurde die Veranstaltung von
Frau Karen Schober, Vorsitzende des nfb
und von Herrn Wilhelm Eichhorn,
Vorsitzender BAG BBW.

Raimund Becker, Vorstandsmitglied der Bundesagentur für Arbeit sprach über Ansätze für eine stärkere Professionalisierung bei der beruflichen Beratung von Menschen mit Behinderung.

Karl-Heinz Fries, Vizepräsident des Sozialverbandes Vdk Deutschland redete über die Bedeutung professioneller Beratung für eine gelungene Inklusion.

Bild zeigt Podiumsdiskussion: "Herausforderungen für die Beratung von Menschen mit Behinderung"

Podiumsdiskussion:
"Herausforderungen für die Beratung
von Menschen mit Behinderung"

Folgende Forum-Themen konnten zur mit Diskussion gewählt werden:

Forum 1: Mehr Transparenz und leichter Zugang - welche Verbesserungen sind erforderlich und wie lassen sie sich realisieren?

Forum 2: Zuständigkeiten und Finanzierung von Beratung – brauchen wir eine Stärkere Vernetzung im Sinne des SGB IX?

Forum 3: Qualität der Beratung und Kompetenzen der Beratenden – brauchen wir verbindliche Qualitätsstandards und Qualitätsentwicklungsrahmen?

Die Qualitätsmerkmale und Standards beziehen sich auf ein gemeinsames Verständnis von Beratung sowie eine im Rahmen des offenen Koordinierungsprozesses erarbeitete Eingrenzung des Beratungsfeldes "Bildung, Beruf und Beschäftigung".

Entwickelt wurden die Qualitätsmerkmale in Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis, insbesondere in der Arbeitsgruppe 1 des Projektes.

Mein persönlicher Favorit war das Thema des Forum 1. Bei dieser Diskussion ging es um die Erfahrungswerte der anwesenden betroffenen Auszubildenden, die ihren Traum- Beruf bereits ausgesucht haben, aber auf Grund ihrer unterschiedlicher Behinderungen, Bildung an die Bedingungen des Traumberufes nicht heran gekommen sind, aber dennoch ihr Ziel nicht aus den Augen lassen wollen.

Aus Sicht der Beratung haben alle Beteiligten keine guten Erfahrungen machen dürfen.

  • Infomaterialien, Flyer, Bescheide sollten verständlicher und leichter gestaltet werden
  • Mehr Menschlichkeit und transparente Kommunikation wünschen sich die angehenden Auszubildenden von den Beratern
  • Körperliche Einschränkungen sind keine Defizite, um sich seinem Traumberuf zu nähern
  • Bedauerlicherweise ist die Berufsauswahl für Menschen mit Behinderung sehr differenziert
  • Eine Separierung in der Wahl der Berufsausbildung, Berufsschulen und innerbetriebliche Ausbildung sollte reformiert werden
  • Bis heute ist die gesetzlich verankerte Reformierung nicht umgesetzt worden

Mein Fazit aus diesem Thema ist:

  • Begabungen sollten mehr gefördert werden
  • Eine Individuelle Beratung sollte gewährleistet werden
  • Wahlrecht-Wegfall der Koppelung Bundesagentur f.Arbeit und andere
  • Wegfall der Generalisierung-sich auszuprobieren dürfen
  • hohes Qualitätsniveau in der Beratungsfunktion (durch Kontrolle,Schulung,Weiterbildung etc.)

Text und Fotos: Birgit Rademacher (Mobidat, 15.04.2011)

 

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"Aktionstage für Lebensqualität" im HavelPark Dallgow

Foto von links nach rechts: Frau Simone Kreklau (Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit Mobidat), Thomas Williams, Herr Stefanowski
Foto von links nach rechts: Frau Simone Kreklau (Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit Mobidat), Thomas Williams, Herr Stefanowski

22.03. und 23.03.2011

Sozialmesse für die Generation 50plus und Menschen mit Behinderung

Unter der Schirmherrschaft des Landrates des Kreises Havelland, Dr. Burkhard Schröder, veranstaltete der Deutsche Service-Ring unter Mitwirkung des Kneipp-Bundes Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. und in Zusammenarbeit mit der Centerleitung die Gesundheits- und Wohlfühlmesse "Aktionstage für Lebensqualität" für Senioren und Menschen mit Behinderung im "HavelPark Dallgow".

Im August letzten Jahres hatten die "Aktionstage" das erste Mal im HavelPark stattgefunden und eine sehr positive Resonanz von den Besucherinnen und Besuchern, sowie von den Ausstellern erfahren.

Auf den Aktionstagen können sich Interessierte über folgende Themenkomplexe informieren: Steigerung der Lebensqualität und Lebensfreude, insbesondere für die Generation 50plus und Menschen mit Behinderung, Gesundheit und Wellness, Reisen, Touristik und Mobilität, Service-, Beratungs- und Freizeitangebote von sozialen und kommunalen Einrichtungen, Verbänden und Vereinen, Alters- und behindertengerechtes Leben und Wohnen.

An unserem Stand erhielten wir wichtige Hinweise und Tipps, erfuhren von Sorgen der Besucher, und bekamen Anfragen um eine Aufnahme ihrer Einrichtung in unsere Datenbank. Dabei hatten wir die Möglichkeit, neue Netzwerke aufzubauen.

Herr Stefanowski vom Deutschen Service Ring e.V. ermöglichte ein Interview, dass unserem Mitarbeiter Thomas Williams Gelegenheit gab, Mobidat der Öffentlichkeit vorzustellen.


Text und Foto: Angela Schnell

 

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Unser Stand bei der Vital&50plus

Unser Mobidat-Stand mit Rollrampe
Foto zeigt unseren Mobidat-Stand mit Rollrampe

18.03.2011

Doppelmesse in der Metropolishalle der Medienstadt Potsdam Babelsberg

Bei 123 Ausstellern konnten sich die Besucher in der Potsdamer Großbeerenstraße ausführlich über Senioren- und Gesundheitsthemen informieren. Wer schon immer mal wissen wollte, ob er vielleicht doch ein Hörgerät braucht oder wer sich einfach mal wieder durchchecken wollte, konnte an 17 Ständen die verschiedensten Gesundheitstests durchführen lassen: vom Hörtest über Blutzucker- und Blutdruckmessung bis hin zum Gedächtnistest. Besonders gut besucht waren die zahlreichen Fachvorträge.

Bereits 2010 konnten Mitarbeiter von Mobidat Erfahrungen auf dieser Messe sammeln. Altbekannte Aussteller waren vor Ort und neue Gesichter kamen hinzu, was dieser Messe einen familiären Charakter verlieh.

An unserem Stand wurde verstärkt nach der Rollrampe "Roll-A-Ramp" gefragt. Großes Interesse zeigten die Besucher an deren Funktion und Handhabung, die Belastungsfähigkeit, sowie den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Rampe.

Erstaunlich viele Standbesucher interessierten sich für unser Infoportal. Gerne nutzten wir die Möglichkeit ihnen ausführlich zu erklären, wie sie die Suche nach den mehr als 31.000 in unsere Datenbank eingetragenen Einrichtungen nutzen können, welche Informationen man über die barrierefreie Erreichbarkeit, erhält und was die Datenbank sonst noch für wichtige Informationen beinhaltet.

Nächstes Jahr findet die Vital&50plus vom 16. bis 18. März 2012 statt.

Text und Foto: Angela Schnell

 

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Besuch in der Ausstellung Kompass im Martin-Gropius-Bau

Foto des Bildes 'Untitled, 2001', © 2011 Cy Twombly
Cy Twombly, American, born 1928, Untitled, 2001

Berlin, 17.03.2011

MoMA - Die Zweite

Notizen einer Ausstellung


Kompass – Zeichnungen aus dem Museum of Modern Art New York

The Judith Rothschild Foundation Contemporary Drawings Collection

Martin-Gropius-Bau, Berlin

11. März bis 29. Mai 2011

Wer erinnert sich nicht an das große Kunstereignis vor 7 Jahren, als das New Yorker Museum of Modern Art, kurz MoMA genannt, hier in Berlin eine große Anzahl von bedeutenden Gemälden in der Neuen Nationalgalerie ausstellte? Riesenlange Besucherschlangen und Wartezeiten bis zu 8 Stunden hielten die Kunstinteressierten nicht davon ab, sich die niemals zuvor in Berlin gezeigten Werke anzusehen.

Nun ist es wieder einmal soweit: Das MoMA New York öffnete seine Schatzkiste und präsentiert eine neue Ausstellung, jedoch ganz anderer Art, nämlich Zeichnungen, Arbeiten auf Papier. Die Kunstwerke stammen aus einer 2.500 Werke umfassenden Sammlung der „Judith Rothschild Foundation Contemporary Drawing Collection“, die das MoMA vor einigen Jahren als Schenkung erhielt. Es wurden etwa 10% der Kunstwerke ausgewählt und zunächst in Valencia gezeigt. Jetzt ist die Schau hier in Berlin im Martin-Gropius-Bau zu Gast.

Der Titel „Kompass – Zeichnungen aus dem MoMA“ ist zweideutig und meint einerseits den Zirkel = englisch: ‚compass’ als Zeichengerät und andererseits bezeichnet er die Richtung, in welche sich die Kunst in den letzten 50 – 60 Jahren entwickelte.

Eine ganze Ausstellung mit etwa 250 Arbeiten ausschließlich auf oder aus Papier wird präsentiert. Eine faszinierende Vielfalt der Arbeiten und Ausdrucksformen lässt den Besucher staunen: Starkfarbig, großflächig oder kleinteilig, akribisch, skizzenhaft, schemenhaft oder kontrastreich, gestrichelt, ausgeschnitten, geklebt, gedruckt und gemalt auf allen nur erdenklichen Papierarten. Der Titel der Ausstellung irritierte mich zunächst, da ich die in der Sammlung präsentierten „paintings“ eher nicht als Zeichnungen interpretiert hätte. Bemerkenswert ist indes die große Anzahl der vertretenen Künstler (ca. 120), wobei auch Werke von etlichen namhaften Künstlern, wie Sigmar Polke, Gerhard Richter und Andy Warhol, gezeigt werden. Sicherlich entscheidet jeder Besucher für sich selbst, ob er dem entsprechenden Werk eines prominenten Künstlers auch die Bedeutung zumessen möchte, die von der Kunstwelt impliziert wird.

Die Ausstellung ist eine äußerst spannend aufgebaute Präsentation. Die großflächigen Kunstwerke fordern den Betrachter ebenso heraus wie die zu Gruppen zusammengefügten Arbeiten. Hier zeigt sich auch besonders die Kunst des Kurators...

Den vollständigen Text finden Sie auf der Webseite unseres Mitarbeiters Holger Schumacher.

Text: Greta Ziese

 

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"Himmel über B."

Bild zeigt Wandgemälde Brandenburger Tor

30.03.2011

Unter der Anleitung der Kunst- und Gestaltungstherapeutinnen Claudia Helfer und Eva Petrat zeichneten Menschen mit einer psychiatrischen Beeinträchtigung Berliner Gebäude und Wahrzeichen.

Die Ausstellung wird noch in den nächsten Wochen im Tageszentrum Tegel Süd der Albatros gGmbH zu bewundern sein. Mit Absprache der Kunst- und Gestaltungstherapeutinnen können die Bilder auch käuflich erworben werden.

Ausstellungsort:
Tageszentrum Tegel Süd
Albatros gGmbH
Sterkrader Straße 45 (Karte)
13507 Berlin (Reinickendorf)

Telefon: 0 30 / 43 52 370
E-Mail: tz.tegel-sued@albatrosggmbh.de

Anfahrt: U-6 Holzhauser Straße, Bus X33, 133

Anschrift Offenes Atelier:
Ehemalige Karl Bonhoeffer Nerven-Klinik
Haus 10
Oranienburger Straße 185
13437 Berlin

Ansprechpartnerin: Claudia Helfer
Telefon: 0 30 / 130 11 97 30

Artikel und Foto: Stefan Schulz, mobidat

 

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Unsere Mitarbeiter unterstützen die "Weddinger Kinderfarm e.V."

Dieses Bild Zeigt Mitarbeiter von Mobidat bei der Spendenübergabe an den Leiter der Kinderfarm und anwesenden Kindern.

Jedes Jahr wird traditionell bei der Weihnachtsfeier von Mobidat unter den Mitarbeitern für ein soziales Projekt gesammelt. Dieses Jahr ging die Spende an den „Weddinger Kinderfarm e.V.“. Dazu haben wir am 15. Februar 2011 diese Kinderfarm besucht.  

Dort angekommen, wurden wir zunächst von Gänsen und Hühnern begrüßt. Das sind aber nicht alle Tiere, die es dort gibt. Zum weiteren Tierbestand gehören Ponys, Ziegen und Schafe. Die Kinderfarm will Kindern die Möglichkeit geben, Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben, und dabei mehr als das bloße Anschauen ermöglichen.  

Zusätzlich werden die Kinder hier pädagogisch betreut. So wird unter anderem Ponyführen und –reiten angeboten, oder kreatives Handwerk an die Kinder vermittelt.  

Da alle diese Aktivitäten viel Geld und tatkräftige Hilfe erfordern, hoffen wir mit unserer Spende einen wichtigen Beitrag geleistet zu haben. 

Mehr über die Weddinger Kinderfarm und die Kontaktdaten erfahren Sie auf der Webseite des Quartiermangments.


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Von Kamelen und anderen Schwielensohlern

Bild zeigt Logo - Das bunte Kamel, Inklusionshotel

"Buntes Kamel"? Was kann die Betreiber eines Hotel dazu bewegen, ihrem Hotel einen derartigen Namen zu verpassen? Der Initialfunken dafür war das "blaue Kamel" des Aktionsbündnisses von Trägern der Behindertenhilfe, das Symbol für diejenigen, die etwas "anders" sind.

Eine Thematik, mit der Sabine Graf, Andreas Volkmar und Sohn Christoph, der selbst das Down-Syndrom hat, durchaus vertraut sind. Ein unbeschwerter Urlaub mit der Familie war oft nicht möglich; häufig waren es nur die Barrieren im Kopf der Menschen, die beispielsweise eine Teilnahme von Christoph an der Kinderbetreuung im Hotel verhinderten.

Vor diesem Hintergrund wurde aus dem "blauen Kamel" ein "buntes Kamel". Unter dem Motto "es ist normal verschieden zu sein" wurde dann dieses Hotel neu eröffnet. Die Lebenshilfe Schleswig Holstein bezeichnet das bunte Kamel als das erste Inklusionshotel Deutschlands.

Für Mobidat jedenfalls Anlass genug, sich auf den Weg in die Holsteinische Schweiz zu machen. Der erste Eindruck unseres Mitarbeiters Volker Schwarz war, dass hier Macher mit Enthusiasmus, voll guter Ideen und Idealismus am Werk sind.

Die Zielgruppe sind Menschen mit Lernschwierigkeiten. Aber auch die Belange von Seh- und Hörbehinderten, Menschen mit Körperbeeinträchtigungen oder Koordinationsstörungen finden in besonderer Weise Berücksichtigung.

Bild zeigt Pflegebett

 

Das Hotel ist teilweise barrierefrei. Es gibt rollstuhlgerechte Zimmer, die bei
Bedarf mit einem Hebelifter und einem Pflegebett ausgestattet werden können.

Bild zeigt gedeckten Tisch mit Spezialgeschirr

 

Zum Essen werden bewegungs- und koordinationsbeeinträchtigte Gäste mit "barrierefreien Besteck und Porzellan" zu Tisch gebeten. Nasenbecher oder Speiseteller, wo die Tellerkehle als Schiebekante geformt ist, sind eine Selbstverständlichkeit.  Darüber hinaus ist Andreas Volkmar Diätkoch, der unter anderem eine gluten- oder lactosefreie Küche anbieten kann.

Auf dem Gelände des Hotels wird gerade eine Halle für verschiedene Freizeitaktivitäten und Therapieangeboten errichtet. Die Ergotherapeutin Sabine Graf wartet auf mit Kursen über Seidenmalerei, Serviettentechnik und Arbeiten mit Ton, Holz und Speckstein. Darüber hinaus kooperiert sie mit externen Therapeuten, die u.a. Tauchen für mobilitätseingeschränkte Personen und therapeutisches Reiten anbieten.

Bild zeigt hauseigenen Shuttlebus

 

Den hauseigenen, rollstuhlgerechten Shuttlebus können Gäste zum Transfer Bahnhof/Hotel nutzen. Auch für zahlreiche Tagesausflüge in die Umgebung steht er zur Verfügung. So bietet das Eiszeitmuseum in Lütjenburg ein museumspädagogisches Programm, in dem das Anfassen der Exponate ausdrücklich erwünscht ist.

In Futterkamp gibt es für die Kinder einen Obst-Erlebnis-Garten mit einem GoKart-Parcour und einer Wasser-Spiellandschaft. Auch ein barrierefreier Besuch der Straußenfarm in Hohenfelde sowie der Glasbläserei in Malente wird durch die Gastgeber gerne organisiert.

Ein Geheimtipp? Das Hotel "Buntes Kamel" ermöglicht einen barrierefreien Urlaub, auch mit der ganzen Familie in einer landschaftlich abwechslungsreichen und reizvollen Destination an der Ostsee.

Besuchen Sie das "Bunte Kamel" auf folgender Internetseite:
www.das-bunte-kamel.de

Text: Marcus Sommer, Andrea Hausberger, Volker Schwarz, (Mobidat)
Bilder: Inklusionshotel "Das Bunte Kamel" (mit freundlicher Genehmigung)

Mobidat, 14.02.2011

 

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Kranzniederlegung am Gedenkstein Tiergartenstrasse 4

Am 27.01.2011 fand in der Tiergartenstraße 4 in Berlin, dem ehemaligen Sitz der Vernichtungszentrale der Nationalsozialisten, eine Kranzniederlegung statt.

In einer ergreifenden Rede betonte der Bundesbehindertenbeauftragte Hubert Hüppe , dass die Nazi-Greuel an behinderten und psychisch kranken Menschen niemals vergessen werden dürfen. Mehrere hunderttausend behinderte und psychisch erkrankte Menschen wurden ab 1934 im Rahmen des nationalsozialistischen Vernichtungsprogramms "T4" systematisch erfasst und selektiert, um sie später für Forschungszwecke zu missbrauchen, zwangsweise zu sterilisieren und zu ermorden.

Um die Erinnerung an diese oft vergessene Opfergruppe zu stärken, legten Hubert Hüppe, Robert Antretter (Bundesvorsitzender der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.),  Günter Jahn (Vorsitzender der Lebenshilfe Berlin), Dr. Ilja Seifert vom Berliner Behindertenverband e.V., Vertreter der Parteien, sowie wichtige Vertreter von Behindertenorganisationen und Stiftungen Kränze nieder. Unser ehemaliger Behindertenbeauftragter Herr Martin Marquard zählte auch zu den Anwesenden.

Einig waren sich alle über den Abschluss der Rede von Hubert Hüppe:

"Meine Damen und Herren, heute ist die T4-Villa verschwunden, weil neue Gebäude errichtet worden sind. Eine Gedenktafel erinnert allerdings an die mörderische Geschichte dieses Ortes. Es ist aber an der Zeit, dass eine Gedenkstätte für die Opfer dieses Vernichtungsprogramms geschaffen wird. Noch wichtiger ist es, die Geschichte der Ermordung behinderter Menschen im Dritten Reich zu dokumentieren, damit sowohl jüngere wie auch ältere Menschen, über dieses Vernichtungsprogramm informiert werden. Eine Informationsstätte sollte nicht nur informieren und erinnern, sondern auch zeigen, wie es dazu kommen konnte und welche Gefahren bestehen, dass so etwas wieder geschehen könnte."

Herr Antretter mahnte:

"Dazu kann ich nur sagen, wehret den Anfängen! Erinnert Euch an die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung und ihre schrecklichen Folgen. Um daran immer wieder zu erinnern und wider das Vergessen, wäre hier in der Tiergartenstraße 4, in der alles seinen Anfang nahm, der geeignete Ort für eine würdige Informations- und Gedenkstätte, die den vielen Menschen mit geistiger Behinderung und psychischen Erkrankungen gewidmet ist. Damit es heißen kann: Nie wieder!"

Zum Abschluss verharrten die Teilnehmer in einer gemeinsamen Schweigeminute.

Zu den Ereignissen des Tages im Überblick...
Twitter-Blog von Stefan Schenck in leichter Sprache...


Text: Angela Schnell, Mobidat (28.01.2011)

 

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